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| 17:24 Uhr

Spremberg
Barrierefrei zum Krankenhaus

Die Fröbelstraße und Lustgartenstraße durch Sprembergs Gesundheitszentrum sollen barrierefrei ausgebaut werden.
Die Fröbelstraße und Lustgartenstraße durch Sprembergs Gesundheitszentrum sollen barrierefrei ausgebaut werden. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Spremberg. Die neue Runde in Sprembergs Stadtentwicklung bezieht auch das Grün ein.

Die Spremberger Krankenhausgesellschaft hat angebaut, das Haus der Gesundheit ist saniert, der Landkreis plant den Neubau einer erweiterten Rettungswache im Bereich Petrigasse/Lustgartenstraße. Und alle Jahre wieder fragen Stadtverordnete, ob die Lustgartenstraße, die von Pollern geteilt und verkehrsberuhigt ist, nicht wieder geöffnet werden könnte. Nun hat es der grundhafte Ausbau der Lustgartenstraße und der Fröbelstraße auf die lange Liste des Stadtumbau-Umsetzungsplans für die 2018 bis 2020 geschafft – mit einem Realisierungszeitraum 2019 bis 2021.

Wie Stadtplanerin Claudia Wolf betont, sind die Lustgarten- und die Fröbelstraße die Erschließungsstraßen fürs Krankenhaus, die Ärztehäuser, die Apotheke und mehrere therapeutische Einrichtungen. „Die Straßen barrierefrei zu gestalten – zum Beispiel mit abgesenkten Bordsteinen und Platz beim Parken, sodass auch Rollstuhlfahrer bequem aus dem Auto kommen – ist zwingend erforderlich“, sagt sie. Auch rechnet die Stadt durch die Erweiterung der Rettungswache mit einem höheren Verkehrsaufkommen. Der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ), der im Bereich Wendenstraße/Ecke Lustgartenstraße – Einheimische bezeichnen das als Sperlingsplatz – endlich sein Regenwasser- und Schmutzwassernetz erneuern will, soll mit ins Boot. Mit 1,76 Millionen Euro Gesamtkosten rechnet die Stadtplanerin. Städtebaufördermittel aus dem Teilprogramm Aufwertung sollen helfen.

Seit 14 Jahren ist Spremberg Stadt­umbau-Kommune. Immer wieder werden Aufwertungen und Abrisse an die demografische Entwicklung angepasst. So wie sich der Bereich am Krankenhaus zum Gesundheitszentrum entwickelt hat, sind fürs historische Postgebäude Innenstadtwohnungen denkbar und für die ehemalige Loge in der Karl-Marx-Straße betreutes Wohnen. Regelmäßig, so Claudia Wolf, gibt es Abstimmungsrunden mit dem Landesamt für Bauen und Verkehr – „damit wir uns nicht vergaloppieren“. Definiert sind die Ziele der Stadtentwicklung im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek).

Für die Jahre 2018 bis 2020 hat das Landesamt für Bauen und Verkehr Spremberg einen Zielrahmen über knapp 1,8 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel schriftlich zugesichert. Angesichts der Liste hofft Spremberg auf Fördermittel von 3,7 Millionen Euro. Viele der Maßnahmen sind vorerst Vorschläge; die Eigentümer müssen wollen. Und für die Mehrzahl steht noch kein Zeitraum fest.

Besonders hoch ist die Zahl der Vorschläge fürs Teilprogramm Aufwertung: Hier hinein fällt neben der Lustgarten- und der Fröbelstraße, die energetische Sanierung der Kita „Grünschnäbel“ wie die Sanierung des historischen Postgebäudes. Für die Post plant der Eigentümer nach der Sicherung Sanierungs- und Ordnungsmaßnahmen. Verkaufsabsichten hat er laut Stadt nicht. Studien zur Nachnutzung sollen ihm bereits zur Verfügung gestellt worden sein. Die Stadt will die Sanierung des Denkmals unterstützen.

Ins Teilprogramm Rückbau gehören der Schmiedeweg 1 bis 3 in Terpe und die Jägerstraße 1 bis 5, die gerade abgerissen wird. In das Teilprogramm Sanierung, Sicherung und Erwerb (SSE) passen die ehemalige Loge in der Karl-Marx-Straße, die Villa in der Gärtnerstraße, die Fassade der Langen Straße 6/7. „Hier sind die ersten Vorhaben aus der Altbauaktivierungsstrategie drin. Diese Strategie hatten wir im Sommer 2017 erarbeitet und auch bestätigt bekommen“, erklärt Claudia Wolf.

Fürs neue Teilprogramm Zukunft Stadtgrün legte Claudia Wolf im Bauausschuss einen Plan zum Landschaftspark Georgenberg vor: Die Vorhaben reichen von der Sanierung des Hangs und des Stadtparks bis zur Parkanlage am Schwanenteich und der barrierefreien Erschließung der Freilichtbühne.