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| 02:53 Uhr

Barbara Vogt gibt seit 33 Jahren bei der Liedertafel den Takt vor

Barbara Vogt tischt seit 33 Jahren der Spremberger "Liedertafel" neue Lieder und Melodien auf.
Barbara Vogt tischt seit 33 Jahren der Spremberger "Liedertafel" neue Lieder und Melodien auf. FOTO: Martina Arlt
Spremberg. Wer die Spremberger "Liedertafel" kennt, verbindet den Chor mit Barbara Vogt. Denn die Spremberger Musiklehrerin leitet den Frauenchor seit 33 Jahren – der sich wiederum vor 37 Jahren gründete. Martina Arlt/mat1

"Der Chor ist meine Familie. Jeder weiß über den anderen Bescheid, es herrscht ein herzliches Verhältnis", sagt Barbara Vogt, die am 22. März ihren 70. Geburtstag feiert.

Bereits zu DDR-Zeiten unterrichtete sie in der Georgenbergschule in allen Altersklassen. Sie leitete schon damals den Lehrerchor und noch zwei weitere Chöre. In der Musikschule Magdeburg erlernte sie die Instrumente Geige, Klavier und Flöte. "Früher war mein Wunsch, Dirigent zu werden. Doch man legte mir nahe, dass ich dafür zu klein und zu dünn bin. So wurde ich Musiklehrer", sagte Barbara Vogt.

Heute gehören mehr als 20 Sängerinnen dem Spremberger Chor "Die Liedertafel" an und absolvieren jährlich circa 15 Auftritte. Zu den Mitgliedern gehören längst schon nicht mehr nur Lehrer, es sind Erzieher, Senioren und einfach Frauen, die Lust am Singen haben. Mit ihrem Gesang erfreuen sie die Heimatfestbesucher, Bewohner von Pflegeheimen oder auch Geburtstagskinder. Auch zum diesjährigen Brandenburgtag in Spremberg werden die Stimmen der "Liedertafel" erklingen. Mehr als 400 Lieder haben die Frauen in ihrem Repertoire. Viele Chorsätze stammen aus der Feder der Chorleiterin. Jedes Chormitglied besitzt mehrere Liederbücher, die zum Einen Frühlings-, Sommer- und Wanderlieder beinhalten und zum Anderen Herbst- und Winterlieder.

Heute gehören zu den ältesten Sängerinnen Herta Dardat (84) und Ilse Belka (82). Jeden Mittwoch um 15 Uhr treffen sich die sangesfreudigen Seniorinnen im Kontakt-Café der Volkssolidarität zur zweistündigen Probe. "Unser Chor ist mehr als die Musik. Es ist die Gemeinschaft und die Freude auf die Chorproben, uns jeden Mittwoch wiederzusehen. Ausfallen sollten unsere Probennachmittage nicht, dann sind die Frauen immer traurig. Einige Chormitglieder fahre ich nach der Probe mit meinem Auto nach Hause, wenn es gesundheitlich nicht so gut geht", erzählt sie. Barbara Vogt ist mit vielen Notenschlüsseln ausgerüstet, sei es auf ihrer Tasche oder der Anhänger ihrer Kette. Auf jeden Fall freut sich Barbara Vogt schon auf ihre "runde Geburtstagsfeier", die sie für Samstag, 22. März, im Gasthaus "Georgenberg" organisiert.