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| 02:55 Uhr

Bagenzer wollen ihren Bahnhof erhalten

Obwohl zurzeit keine akute Gefahr für den Bagenzer Bahnhof besteht, sammeln die Bürger Argumente für seinen Erhalt.
Obwohl zurzeit keine akute Gefahr für den Bagenzer Bahnhof besteht, sammeln die Bürger Argumente für seinen Erhalt. FOTO: Nicole Nocon
Bagenz. Was spricht für den Erhalt kleiner Bahnhöfe? Dieser Frage geht der Landtagsabgeordnete Michael Jungclaus (Bündnis 90/Die Grünen) bei seiner Bahnhofstour nach. Am gestrigen Montag war er in Bagenz. Nicole Nocon

Auch wenn die Bahnstation in Bagenz nicht akut von der Schließung bedroht ist, machen sich Bewohner und Verwaltung der Gemeinde Neuhausen Sorgen um ihre Bahnanbindung.

Michael Jungclaus ist verkehrspolitischer Sprecher der Grünen und gehört dem Verkehrsausschuss an. Vor dem Hintergrund, dass in Potsdam über die Schließung von Bahnstationen mit niedrigen Fahrgastzahlen diskutiert wird, bereist er Bahnhöfe mit weniger als 50 Ein- und Aussteigenden pro Tag, um sich vor Ort über den Bedarf zu informieren. "Bagenz liegt knapp über 50 Fahrgästen", sagte Torsten Schwieg, Neuhausens stellvertretender Bürgermeister.

Die Bürger, die mit dem Politiker diskutieren, hatten gute Argumente für den Erhalt ihrer Bahnstation parat: Sie verwiesen darauf, dass die Bagenzer dank des Zughalts an Cottbus und Spremberg angebunden seien und mit der Bahn zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen und zu Freizeitaktivitäten führen. Außerdem sei die Bahnstation für die Entwicklung des Tourismus rund um die Spremberger Talsperre wichtig. Diesen Punkt unterstrich auch Torsten Schwieg: "Wir haben zehn Millionen Euro investiert, um die touristische Infrastruktur an der Talsperre zu verbessern." Und die Neuhausener Gemeindevertreterin Anke Dabow betonte: "Die Schließung der Bahnstation in Bagenz würde zunichtemachen, was die Gemeinde in Sachen Tourismus aufzubauen versucht. Das ließe sich den Bürgern nicht vermitteln."

Bei Michael Jungclaus rannten die Bürger offene Türen ein. "Brandenburg braucht einen modernen und leistungsfähigen Nahverkehr. Niedrige Fahrgastzahlen sollten gerade ein Ansporn sein, die Situation vor Ort zu verbessern. Die Landesregierung muss die noch nicht ausgeschöpften Potenziale nutzen, um die Bahn attraktiver zu machen. Das beste Argument für den Erhalt eines Bahnhofs sind gute Fahrgastzahlen", sagte er.