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| 11:46 Uhr

Spremberg präsentiert Besonderheiten seiner Heimatfeste
Als Lauermann sein Unwesen trieb

 Die Spremberger Originale gehören einfach zu jedem Heimatfest.
Die Spremberger Originale gehören einfach zu jedem Heimatfest. FOTO: Martina Arlt
Spremberg. Sonderausstellung gibt interessante Einblicke in Geschichte der Heimatfeste. Von Martina Arlt

Premiere hat eine Sonderausstellung „Als Lauermann noch sein Unwesen trieb“ im Niederlausitzer Heidemuseum im Kulturschloss des Landkreises. Seit Wochen trägt Eckbert Kwast als Fachleiter des Museums mit seinem Mitarbeiterteam die Utensilien zusammen. Inhalt der Ausstellung ist die Geschichte der Spremberger Heimatfeste, die jedoch nicht vollständig dargestellt wird.

„Durch Unwissenheit wurde in Spremberg 1893 eine falsche 1000-Jahrfeier begangen. Sie sind auf den Schwindel eines Stadtschreibers hereingefallen, der in seinen Annalen falsche Angaben machte“, so Kwast. Doch Spremberg feierte trotzdem und so gibt es Unterlagen, Dokumentationen und Schriften von diesem Fest. Kwast erhielt von einer Privatperson leihweise ein Fotoalbum. „Ende der 30er-Jahre stand das Heimatfest unter dem Motto – Lauermann kommt in die Stadt und treibt sein Unwesen“, erzählt der Fachleiter des Museums. Nach den Kriegswirren setzte sich die Tradition der Heimatfeste in den 50er- und 60er-Jahren fort.

Aus dieser Zeit waren schon historische Figuren der Stadt bekannt wie der Lauermann, die Stadtwache und auch Nachtwächter Kulke war mit seinem Hochrad bereits unterwegs. Im Laufe der Zeit kamen neue historische Figuren hinzu wie beispielsweise die Jutta von Kittlitz.

 Mitarbeiterin Anita Gruner gestaltet die Sonderausstellung mit, die ein Blick auf die Geschichte der Spremberger Heimatfeste bietet. 
Mitarbeiterin Anita Gruner gestaltet die Sonderausstellung mit, die ein Blick auf die Geschichte der Spremberger Heimatfeste bietet.  FOTO: Arlt Martina

Gerade zu Zeiten von Rainer Scheudeck wurden weitere Figuren beim MC Spremberg aus der Taufe gehoben. Die Kürung einer Spreenixe wurde 1996 ins Leben gerufen und auch Mutter Birnbaum fehlte bei keiner Veranstaltung der Stadt. So wird in der neuen Ausstellung auch das Originalkostüm vom Nachtwächter Kulke zu sehen sein, das von Rainer Scheudeck getragen wurde.

In elf Vitrinen gibt es geschichtliche Dokumente der zahlreichen Heimatfeste. Fotos, Originaldokumente, Plakate, Zeitungen und Filmausschnitte werden in dieser Sonderausstellung gezeigt. Auch im Stadtarchiv wurde der Fachleiter für diese Präsentation fündig. „Die 700-Jahrfeier von 1971, die auch nicht die richtige war, spielt in unserer Ausstellung eine Rolle“, so  Kwast, der hervorhebt, dass insbesondere durch Unterstützung von Privatpersonenr eine sehr anschauliche und interessante Ausstellung zusammengestellt werden konnte.

Ausstellungseröffung, Sonntag, 2. Juni, 14 Uhr, Festsaal des Niederlausitzer Heidemuseums im Spremberger Kulturschloss. Die Einführung in die Sonderausstellung übernimmt der ehemalige Spremberger Bürgermeister Klaus-Peter Schulze. Gezeigt wird die Sonderausstellung bis zum 15. September