Keine Puppenhäuser oder Kinderbücher, japanische Faltkunst gibt es dieses Mal im Advent im Kulturschloss zu sehen.  „Gebastelt wurde Weihnachten schon immer“, knüpft Museumsleiter Eckbert Kwast die Verbindung zwischen beidem. Seit der Idee zur Ausstellungsthema sammelte und faltete die Sprembergerin Ramona Pietekiewicz zahlreiche Kreationen.  Rund 100 zieren die Ausstellung. Sie „soll sowohl als Anregung dienen  als auch in die hiesige Kunst des Origami einführen“, freut sich Quast besonders über eine Vitrine, in der  scheinbar schwerelos gefaltete Kraniche schweben. Neben zahlreichen Sternen sind auch Weihnachtsbäume dreidimensionale Sternkugeln oder Geschenkschachteln ausgestellt; schön arrangiert in Vitrinen oder in außergewöhnlichen Bilderrahmen drapiert.

Wie kommt die etwas andere Weihnachtsausstellung bei Besuchern an?

Der sechsjährige Noah kommt aus dem Staunen nicht heraus: „Das ist alles aus wunderbarem Papier so schön gefaltet.“  Seine Mutter Kerstin Jahn (32) ist begeistert: „Mich verblüfft diese Art von Kunst. Die filigranen Figuren benötigen sicherlich eine ruhige Hand und viel Ausdauer. Damit kann ich leider nicht dienen.“

Auch Sylvia Willig-Noack ist begeistert. „Da sind wirklich schöne Sachen dabei“, lobt sie ihre Chorleiterin Ramona Pietkiewicz, die mehr als Musikpädagogin in Spremberg bekannt ist. An einem kleinen Falttisch können sich Besucher an einfachen Faltkreationen ausprobieren. Beate Casper aus Spremberg legt sofort los. „Die ersten Schritte waren noch einfach, aber jetzt wird es langsam kompliziert“, meint sie. „Es ist aber auch mal eine schöne Idee, das ganze vor Ort ausprobieren zu können.“ ang