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| 13:12 Uhr

Zwischen Welzow und Terpe
Ausgebüxte Kühe sind größtenteils wieder eingefangen

Etwa 30 Kühe sind zeitweise aus einem Agrarbetrieb im Landkreis Spree-Neiße entkommen (dieses Foto zeigt allerdings Kühe auf einem Hof in Niedersachsen).
Etwa 30 Kühe sind zeitweise aus einem Agrarbetrieb im Landkreis Spree-Neiße entkommen (dieses Foto zeigt allerdings Kühe auf einem Hof in Niedersachsen). FOTO: dpa / Jan Woitas
Welzow/Spremberg. „Vorsicht, Kühe!“, heißt es seit Stunden im Bereich Spremberg/Welzow. Rund 30 Tiere laufen seit Mittwochnacht dort frei umher. Es gab bereits einen Verkehrsunfall. Inzwischen ist ein Großteil der Kühe wieder eingefangen worden. Von Frank Hilbert

Mittwochnacht sind gegen 23 Uhr zwischen Welzow und Spremberg mehr als 30 Mutterkühe von einer Weide ausgebüxt und laufen seitdem in diesem Bereich unkontrolliert und vor allem unberechenbar frei umher.

Das bekam am Donnerstagmorgen bereits bei Terpe der Fahrer eines Unimogs des Tagebau-Unternehmens auf einer Werkstraße zu spüren: Gegen 5.46 Uhr lief ihm eines der Tiere in den Mannschafts-Transporter. Dabei wurde die Kuh so schwer verletzt, dass sie von einem Polizisten mit der Dienstwaffe von ihren Qualen erlöst werden musste. Der Schaden am Fahrzeug beläuft sich auf rund 1000 Euro.

Noch in der Nacht hatte der in Proschim ansässige Agrar-Betrieb versucht, die Kühe wieder einzufangen. Da diese Tiere aber nachts auf Scheinwerferlicht sehr schreckhaft reagieren, war die Aktion nicht von Erfolg gekrönt. Um die Autofahrer aber vor einer möglichen Kollision zu warnen, hätten Mitarbeiter des Unternehmens an betroffenen Straßenbereichen Warnschilder aufgestellt, ist von der Polizei auf Nachfrage zu erfahren.

Mit zunehmender Helligkeit wollte die Agrargenossenschaft erneut versuchen, die Tiere wieder einzufangen, was dieses mal gelang. Der größte Teil der Herde konnte eingefangen werden. Dennoch liefen gegen Mittag immer noch einige Tiere zwischen Terpe und Welzow umher, sodass die Autofahrer dort besonders aufmerksam sein sollten, betont die Polizei.