ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:22 Uhr

Berufsberatungstag in Spremberg
Die Digitalisierung steht auch auf dem Bau an

 Neu in diesem Jahr war die Probierstraße. Die beiden Maurer Chris Stoppa und Daniel Irmler von der Terpe-Bau GmbH zeigen Schülern einige Kniffe beim Mauern.
Neu in diesem Jahr war die Probierstraße. Die beiden Maurer Chris Stoppa und Daniel Irmler von der Terpe-Bau GmbH zeigen Schülern einige Kniffe beim Mauern. FOTO: Arlt Martina
Die Berufswelt wandelt sich – das wurde bei der Ausbildungs- und Studienbörse in Spremberg deutlich. Von Martina Arlt

An diesem Tag präsentierten sich 37 Firmen und Unternehmen und stellten den jungen Leuten das jeweilige Berufsbild vor. Auf dem aktuellen Stand zu bleiben ist wichtig, so der stellvertretende Leiter der Beruflichen Oberschule, Roland Wolter. Immerhin gibt es 324 Ausbildungsberufe. Im Spree-Neiße Kreis gebe es noch 289 freie Lehrstellen; 153 Schüler hätten noch keine Lehrstelle.

„Ich bin sehr froh, dass sich heute hier so viele Unternehmen vorstellen“, sagte Bürgermeistern Christine Herntier. „Spremberg wird immer ein Industriestandort bleiben. Auch das Handwerk hat goldenen Boden, wie man so schön sagt. Mit dieser Ausbildungsbörse arbeiten wir daran, die Berufsfelder schon näher vorzustellen.“

Ob Dachschindeln bearbeiten, Maurerarbeiten, selbst eine Lok am Fahrsimulator führen, Papier schöpfen oder Draht drehen – alles das war an diesem Tag praktisch ausprobierbar. Michael Jochim, Oliver Starke und Philipp Schlutt von Sprem-Dach hatten entsprechendes Werkzeug dabei und luden mit dem Schieferhammer junge Leute „zum Mitmachen“ in der Probierstraße ein. Terpe-Bau stellte sich zum zweiten Mal im Rahmen der Spremberger Ausbildungsbörse vor. „Die Börse ist uns schon wichtig, um die jungen Leute auch für die Handwerksberufe zu begeistern“, so die Chefin von Terpe-Bau, Corina Reifenstein. Die Probierstraße sei eine sehr schöne Idee.

Terpe-Bau-Mitarbeiter brachten Steine und Maurerkelle mit und rührten den Mörtel zum Mauern an. „Schritt für Schritt wird auch die Digitalisierung auf der Baustelle künftig Einzug halten“, ist die Terpe-Bau-Chefin überzeugt.

Erstmals stellten sich in Spremberg die Ostdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (Odeg), Trockenbau Willno und auch das Christliche Seniorenheim vor. „Die Schüler können noch bis Ende Oktober ins laufende Ausbildungsjahr einsteigen, denn wir haben noch viele unbesetzte Stellen“,  so Ute Weichert von der Bundesagentur für Arbeit. In jeder Schule gebe es Berufsberater, die gerne weiterhelfen – auch schon bei der Suche nach einem Praktikumsplatz.