| 02:35 Uhr

Aufbau Ost: Investition in Spremberg beispielhaft

Spremberg. Als besonders bedeutsame Investition gilt der Zuschuss von 34 Millionen Euro für die Firma Hamburger Rieger in Spremberg: So hebt der Fortschrittsbericht "Aufbau Ost" des Landes Brandenburg für das Jahr 2016 diesen Zuschuss hervor. Er dient der Umstellung einer Betriebsstätte zur Herstellung von Papier, Karton und Pappe, die nach aktuellen Plänen insgesamt 180 bis 200 neue Arbeitsplätze schaffen soll. René Wappler

Trotzdem steht noch nicht fest, ob und wann die zweite Papiermaschine des Unternehmens im Industriepark Schwarze Pumpe entstehen wird, da nach Angaben der Firmenleitung der Markt weltweit einen Umbruch erlebt: Auf der einen Seite zählen Smartphones und Tablet-Computer inzwischen zur Massenware, die klassisches Papier verdrängt. Auf der anderen Seite wächst das Angebot an Verpackungsmaterial, wovon auch das Spremberger Unternehmen langfristig profitieren könnte.

Wie aus dem Fortschrittsbericht "Aufbau Ost" hervorgeht, erhielten im Jahr 2016 im Land Brandenburg mehr als 200 Projekte Fördermittel in Höhe von rund 129 Millionen Euro. Diese Zuschüsse unterstützten demnach Gesamtinvestitionen von mehr als 700 Millionen Euro. Neben dem Spremberger Unternehmen wurde unter anderem die Firma Vogt Plastic in Premnitz mit fünf Millionen Euro für den Ausbau einer Betriebsstätte zur Kunststoff-Produktion bedacht. Auch die Aleo Sunrise GmbH in Prenzlau erhielt einen Zuschuss von 2,7 Millionen Euro für eine Betriebsstätte zur Solarzellen-Produktion.

Die Autoren des Fortschrittsberichts "Aufbau Ost" merken in ihrer Zusammenfassung an: Das Land Brandenburg werde erst durch die Solidarpaktmittel in die Lage versetzt, "im Vergleich zu den finanzschwachen westdeutschen Flächenländern überproportionale Investitionen vorzunehmen, um die verbliebenen Infrastrukturdefizite abzubauen". Auch Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Die Linke) drängt darauf, dass der Solidarpakt II nach dem Jahr 2020 bestehen bleibt