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| 02:35 Uhr

Auf der Suche nach alten Gedenktafeln

Am Arbeitseinsatz auf dem Soldatenfriedhof in Spremberg nahmen auch Julius Fritz Lange (vorn rechts), Brigitte Müller und Andreas Kottwitz teil.
Am Arbeitseinsatz auf dem Soldatenfriedhof in Spremberg nahmen auch Julius Fritz Lange (vorn rechts), Brigitte Müller und Andreas Kottwitz teil. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Unscheinbar hat am Samstag die Suche nach den Gedenksteinen für die Spremberger Gefallenen aus den Kriegen von 1866, 1870 und 1871 begonnen. Parallel trafen sich 26 Helfer auf dem Georgen berg in Spremberg, um Soldatengräber zu pflegen. Martina Arlt / mat1

Diese Initiative ging vom Spremberger Georgenbergverein, Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und CDU-Stadtverband Spremberg aus. Den Hut dafür setzte sich Rüdiger Bayer vom Stadtverband und Volksbund auf. "Helfer haben wir heute auch von einer Selbsthilfegruppe sowie vom Behindertenwerk dabei. Immerhin möchten wir heute 250 Granitkreuze reinigen. Diese hatte ich im Vorfeld bereits mit Anti-Moos behandelt, damit sich die Kreuze gut reinigen lassen. Auch die Holzkreuze von der Kriegsgräberstätte Kausche hatte ich im Vorfeld aufgearbeitet und mit Farbe versehen. Es ist wohl nach Jahren nun der erste große Einsatz hier", sagt Rüdiger Bayer. Auch die Grünanlagen auf diesem Areal nahmen die Helfer am Samstag in Angriff, damit sich der Friedhof ein einem gepflegten Zustand zeigt. "Der Einsatz der 26 Ehrenamtler war bewundernswert, denn unter den Teilnehmern waren auch einige mit erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die sich voll einbrachten", lobte Bayer.

Unter Regie des Laga-Vereines erfolgten gleichzeitig Georadar-Untersuchungen im Bereich der alten Georgenkapelle. Am Nachmittag wurden am ehemaligen Denkmalsplatz Messungen durchgeführt, um festzustellen, ob das Gefallenendenkmal an Ort und Stelle im Dezember 1946 eingegraben wurde. Das zumindest sei in alten Archivunterlagen so erwähnt worden, erklärt Bayer. Das Denkmal erinnert an die Gefallenen der Kriege von 1866, 1870 und 1871. "Die von GMB GmbH Engineering Senftenberg durchgeführten Georadaruntersuchungen müssen nun noch über Rechner ausgewertet werden", bittet Bayer noch um etwas Geduld. Die bisher aufgenommenen Daten lassen laut Bayer aber bereits für beide Objekte - Kapelle und Denkmalplatz - positive Ergebnisse erhoffen. "Wir sind als Georgenbergverein sehr glücklich darüber, dass die GMB GmbH die Messleistungen, die mit recht erheblichen Aufwand verbunden waren und noch sind, kostenfrei als Sponsoring erbringt", sagt Bayer als Vorstandsmitglied des Georgenbergvereins Spremberg.

Mit Georadar wurde der Untergrund nach den alten Gedenksteinen abgesucht.
Mit Georadar wurde der Untergrund nach den alten Gedenksteinen abgesucht. FOTO: zvg