Dass Regenwasser fingertief im Randbereich des gesperrten Parkdecks Jägerstraße in Spremberg steht, ist keine schlechte Nachricht. Das sagt Raik Gallas vom Tiefbau der Stadtverwaltung. „Das Wasser zeigt, dass die neue Abdeckschicht hält, was sie verspricht“, sagt er. Wichtig sei, dass das Wasser nicht in der Mitte des Decks stehen bleibt.

Sanierung des Spremberger Parkdecks läuft seit März

Seit März wird das Parkdeck saniert. Über mehrere Jahre hatte die Bauverwaltung Blasen im Gussasphalt beobachtet. Wasser sickerte unkontrolliert durch. Größere Temperaturschwankungen taten dem Bauwerk nicht gut. Nach rund 20 Jahren, die das Deck steht, wurde die Reparatur nötig.
Die alten Schichten mussten runter. Eine Sysiphos-Arbeit, da keine große Fräsmaschine wie bei Straßen zum Einsatz kommen konnte. Die Arbeiter stemmten mit Presslufthämmern und kleinem Bagger die Schichten auf. Mehr als vier Wochen Bauverzug auf den 500 Quadratmetern kamen so zusammen.

Spremberger Parkdeck bekommt ein Gefälle von der Mitte zum Rand

Inzwischen ist das neue Gefälle von der Mitte zu den Rändern gut sichtbar. Neue Abdichtbahnen sind verschweißt. Wann dort wieder Autos parken dürfen, kann Gallas noch nicht sagen. „Wir versuchen gerade, einen Termin fürs Aufbringen des Gussasphalts festzulegen. Der hängt vom Werk ab, das uns den Asphalt mischt. Zweimal wird dieser Gussasphalt aufgetragen. Das ist an einem Tag zu schaffen“, so der Sachbearbeiter.
Damit das Regenwasser am Rand künftig nicht lange steht, werden Löcher gebohrt, sagt Gallas. Sie sollen den kontrollierten Abfluss der Niederschläge gewährleisten.