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| 18:15 Uhr

Anti-Polio-Aktion
Die  letzten Deckel sind weg

 Anik bedankt sich für die Unterstützung bei der Deckelaktion.
Anik bedankt sich für die Unterstützung bei der Deckelaktion. FOTO: Peter Reininger
Spremberg. Mehr als 180 000 Flaschenverschlüsse hat eine junge Sprembergerin mit vielen Unterstützern gesammelt, um Polio-Impfungen zu finanzieren. Jetzt ist Schluss.

Vor zwei Jahren hatte die damals elfjährige Anik von der Sammelaktion „Deckel-drauf“ erfahren. 500 Deckel von PET-Flaschen sammeln und damit ein Kinderleben retten, das fand sie gut. Für 500 Deckel gibt es nämlich eine Spende eines Recyclingunternehmens für eine Impfung gegen Kinderlähmung, die noch nicht überall auf der Welt besiegt ist. Seit 2018 wird dies durch die „Bill & Meldinda-Gates-Stiftung“ noch um jeweils zwei Impfungen pro 500 Deckel aufgestockt. Eine ähnliche Aktion lief über Rotary Clubs in der Region. Zwei Jahre lang wurde auch im Raum Spremberg fleißig gesammelt, hat Anik Firmen und Behörden angeschrieben und um Mithilfe gebeten. Unter anderem wegen gesunkener Rohstoffpreise, aber auch weil die Abgabe von Flaschen und Deckel nicht mehr möglich ist, endet diese Sammelaktion am 30. Juni. Am Montag wurden die letzten Deckel in Spremberg abgeholt.

Insgesamt brachte Anik es auf 183 .465 Deckel. Viele haben mitgeholfen. Dafür sagt Anik: „Danke.“ Das Sammelergebnis bringt immerhin 1100 Impfungen zu kranken Kindern.

Allein in der letzten Woche, kurz nachdem bekannt wurde, dass die Aktion endet, wurden bei Ihr ca. 50 000 Deckel abgegeben oder bei den Sammelstellen abgeholt. Die fleißigsten Sammler waren die Oberschule Korla Awgust Kocor aus Wittichenau mit 40 926 Deckeln, das Krankenhaus Spremberg mit 21 628 Deckeln, der Kindergarten Cantdorf mit 14 492 Deckeln und natürlich Anik selbst mit 29 566 Deckeln. Dazu kommt die Unterstützung von vielen anderen.  

Da die Aktion nun beendet ist und eine weitere Abholung von Deckeln nicht mehr möglich ist, bittet Anik darum, keine Deckel mehr auf dem Hof abzustellen. Auch die Sammeltonne am Zaun ist schon weggeräumt.

Wer wissen möchte, wie viele Deckel er abgegeben hat, kann dies unter pr@spremberg.de nachfragen. Anik hat nämlich penibel Buch geführt – vorausgesetzt, es lag ein Zettel in dem Beutel.