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| 14:36 Uhr

Veranstaltung
Ein Südländer wächst jetzt im Seerosengrund

Landrat Harald Altekrüger und mehrere Helfer wässern die junge Esskastanie reichlich. Mit von der Partie ist auch Flächeneigentümer Dieter Gäbler (r.).
Landrat Harald Altekrüger und mehrere Helfer wässern die junge Esskastanie reichlich. Mit von der Partie ist auch Flächeneigentümer Dieter Gäbler (r.). FOTO: LR / Torsten Richter-Zippack
Terpe. Anlässlich des Terpschen Waldfestes pflanzt der Landrat eine Esskastanie.

Seit Himmelfahrt ziert eine junge Esskastanie den Seerosengrund zwischen Terpe und Pulsberg. In diesem Jahr ist dem alten und neuen Landrat Harald Altekrüger (CDU) die Ehre zuteil geworden, den Baum des Jahres anlässlich des 24. Waldfestes in den Boden zu bringen. Organisator des Spektakels ist die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Terpe. „Das Gehölz haben wir aus einer Baumschule bei Forst besorgt“, erzählt Jürgen Mrosk von der FBG.

Der erfahrene Waldbauer erinnert sich sogleich an seine Kinderjahre in Jessen. „In unserem Park gab es vier oder fünf uralte große Esskastanien. Wir sind alljährlich im Herbst hochgesprungen, um an die Früchte zu gelangen. Wenn das nicht mehr half, wurden Knüppel genommen“, berichtet Jürgen  Mrosk. Gern erinnert er sich an den nussigen Geschmack. Heute müsse man für eine kleine Tüte Maronen, wie die Früchte der Esskastanie auch genannt werden, mehrere Euro blechen. Jessen musste Anfang der 1970er-Jahre dem Tagebau Welzow-Süd weichen.

„Heimisch ist die Ess- oder Edelkastanie in der Lausitz jedenfalls nicht“, erklärt Forstmann Volkmar Twarz, der bei Terpe lebt. „Die Gehölze sind vor allem in Südeuropa zu Hause.“ Twarz habe vor genau 20 Jahren mehrere Esskastanien ausgesät. Inzwischen seien die Gehölze vier bis fünf Meter hoch und trügen erste Früchte. Auch Jürgen Mrosk mag Castanea sativa, wie Botaniker die Art nennen. „Im Jahr 2016 habe ich unweit von Terpe 50 Exemplare gepflanzt. Sie sind ausnahmslos alle angewachsen“, sagt der Terpsche nicht ohne Stolz.

Das Waldfest im Terpschen Seerosengrund geht auf den Waldbesitzer Werner Marusch zurück. Er hatte die Veranstaltung in den 1990er-Jahren begründet. Seitdem wird alljährlich zu Himmelfahrt der jeweilige Baum des Jahres von verdienten Persönlichkeiten der Region gepflanzt.

(trt)