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| 13:38 Uhr

Spremberg
Von Fischkunde bis Bienenzucht

Voneinander lernen und mehr über die Hobbys der Freunde erfahren, das wollten Charlotte Münzer und Matthias Pilz mit ihrem Betreuer Udo Kasper sowie die Jungangler Max Jäckel und Jolyne Marija Birkner mit ihrem Betreuer Silvio Trapp.
Voneinander lernen und mehr über die Hobbys der Freunde erfahren, das wollten Charlotte Münzer und Matthias Pilz mit ihrem Betreuer Udo Kasper sowie die Jungangler Max Jäckel und Jolyne Marija Birkner mit ihrem Betreuer Silvio Trapp. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg . Zweites Angel- und Feuerwehr-Camp an der Hammerlache zeigt Schülern spannende Hobbys.

Mit Angelrute und Pose sowie mit dem Feuerwehrschlauch wollen die Organisatoren des zweiten Angel- und Feuerwehr-Camps die Jugendlichen weg vom Handy und der Konsole holen. Interesse an einer sinnvollen Freizeitbeschäftigungen soll geweckt werden. „Die Jugendförderung soll bei uns wirklich im Vordergrund stehen“, sagt Silvio Trapp, der Vorsitzende des Kreisanglerverbandes in Spremberg.

23 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 15 Jahren haben sich am Wochenende auf dieses Abenteuer eingelassen. Unter anderem nehmen Charlotte Münzer (15) und Matthias Pilz (14) von der Jugendfeuerwehr aus Zerre und Jolyne Marija Birkner (10) und Max Jäckel (11) aus verschiedenen Anglervereinen des Landkreises teil. Das zweite Camp finden sie allesamt super, weil sie hier Einblicke auch in andere Hobbys bekommen, im eigenen Hobby noch jede Menge dazu lernen und vor allem drei Tage lang einfach Spaß haben können – ganz ohne ihre Eltern.

„Es ist schon toll, wenn ich neben der Feuerwehr jetzt auch Einblicke ins Angeln bekomme. Ich habe zuvor nämlich wirklich noch nie geangelt. Das Angeln macht aber doch auch Spaß“, meint Matthias. Jolyne, die in ihrer Freizeit viel angelt, lernt zum ersten Mal die Feuerwehrarbeiten kennen und ist erstaunt. Max kennt bereits beides: Angeln und die Feuerwehr. Er ist sowohl in einem Angelverein als auch bei der Jugendfeuerwehr in Haidemühl aktiv, erzählt er.

An verschiedenen Stationen im Camp konnten die Teilnehmer so zum Beispiel an einer kleinen Angelschule teilnehmen, in der auch Fischkunde auf dem Plan stand. Oder es wurde gezeigt, wie sich die Kinder und Jugendlichen Posen und Bissanzeiger selbst basteln können.

Im Bereich der Feuerwehr lernten sie, mit diversen Spielen Geschicklichkeit und den Umgang mit dem Feuerwehrschlauch kennen. Aber auch Gäste ganz anderer Hobbys wurden ins Camp einladen: So referierte und zeigte der Imker Jörg Plonka aus Schwarze Pumpe, was an der Bienenzucht und Honigproduktion so spannend ist. Auch der Falkner Hans-Jürgen Wiencken aus Weskow schaute vorbei und erzählte von seinem Hobby mit den Greifvögeln. „Die Jugendlichen sollen Einblicke in die unterschiedlichen Hobbys bekommen“, betont Silvio Trapp nochmals.

Auf die Frage, ob es am Ende nicht auch um Nachwuchsgewinnung der Vereine gehe, antwortet Silvio Trapp: „Nicht zwingend. Nachwuchssorgen gibt es in jedem Verein. Und es wird sie auch immer geben. Wir wollen uns in erster Linie auf die Jugendförderung konzentrieren.“ Er habe die Erfahrung gemacht, dass die wenigsten Eltern Zeit hätten, sich intensiv mit dem Hobby des Kindes zu beschäftigen.

„In einem solchen Camp können wir uns als Betreuer umfassend über drei Tage intensiv mit den Jugendlichen beschäftigen, auf ihre Wünsche und Vorstellungen eingehen, ihnen die Grundverständnisse des Angelns und der Feuerwehrarbeit genauer erklären und zeigen“, erklärt auch Udo Kasper, der Jugendfeuerwehrwart aus dem sächsischen Zerre. „Aber auch Kameradschaft können die Jungen und Mädchen hier erfahren. Denn es kann und soll sich gegenseitig geholfen werden“, erklärt Silvio Trapp weiter. Er ist optimistisch, dass im nächsten Jahr das dritte Camp stattfinden kann.