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| 02:35 Uhr

Amt will Ausnahme bei Mitgliedschaft im Seenland

Döbern-Land. Die angestrebte Verschmelzung des Tourismusverbandes Niederlausitz mit dem Tourismusverband Lausitzer Seenland nahm der Amtsausschuss Döbern-Land zum Anlass, um grundsätzlich über das Thema zu diskutieren. Aktuell ist das Amt Mitglied im Verein Lausitzer Land und im Tourismusverband Niederlausitz. kkz

Die Amtsverwaltung schlägt vor, aus dem kleineren Verband auszutreten, zumal es bisher kaum Gegenleistungen gegeben habe. Und als Mitglied des Niederlausitzer Verbandes würde man im Zuge der Verschmelzung Mitglied im Tourismusverband Lausitzer Seenland.

Bedenken äußerte unter anderem Martin Bleidießel (SPD): "Die Mitgliedschaft im neuen Verband ist mit höheren Kosten verbunden." Rund 6750 Euro würde der Jahresbeitrag für das Amt betragen. Abzüglich der wegfallenden Beiträge für den Verein Lausitzer Land und den Niederlausitzer Tourismusverband entstünden Mehrkosten von rund 2200 Euro. Uwe Eppinger, als Fachbereichsleiter Bauen auch für Tourismus verantwortlich, verwies auf die laufenden Verhandlungen. Dabei müsse geklärt werden, ob auch für Döbern-Land die Einwohnerzahlen des vorvorigen Jahres zugrunde gelegt werden. Für das Amt würde es einen Nachteil bedeuten, weil die Gemeinde Hornow-Wadelsdorf seit 2016 zu Spremberg gehört. Eppinger wolle für das Amt eine Ausnahme erwirken.

In dieser "nicht durchschaubaren" Situation und ohne die künftige Satzung zu kennen, schlugen Yvonne Fischer (CDU) und Reiner Brauer vor, die Entscheidung zu vertagen und dem Seenlandverein später beizutreten. Eppinger verwies auf das dann nötige Aufnahmeverfahren, das eine Zeit dauern werde, in der die Tourismusanbieter nicht von den Marketingstrukturen des großen Verbandes profitieren können. Letztlich plädierten Peter Rabe (SPD) und Eberhard Müller für die Zustimmung zur Fusion der Verbände. Dem schloss sich die Mehrheit des Amtsausschusses an.