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| 14:35 Uhr

Alte Häuser und schwere Technik in Sellessen

Spremberg. Der geplante Ausbau der ampellosen Kreuzung in Sellessen treibt die Anwohner um. Klaus Gentzsch

Doch in diesem Jahr werde noch nicht viel passieren, sagte Ortsvorsteher Hardy Kordian (SPD) am Dienstagabend. Lediglich eine Jungeiche werde "gezogen" und einige Tannen sollen gefällt werden. Für den Ausbau seien von der beauftragten Cottbuser Niederlassung der EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH 145 Werktage angesetzt.

Baubeginn für den Ausbau der Kreuzung in der Dorfmitte, an der Muckrower, Bühlower und Spremberger Straße zusammentreffen, sei im zeitigen Frühjahr 2009. "14 Tage vorher gibt es eine Einwohnerversammlung", versicherte Kordian. Da sollen alle Details erläutert und mit den Anwohnern diskutiert werden.

Bereits jetzt müssen aber die alten Häuser an der Straße mit den ungewohnten Belastungen durch Schwertransporte fertig werden. Eine Anwohnerin sagte, dass 20-Tonner teilweise bis ans Haus heranfahren würden. Nicht nur sie befürchtet, dass die alten Häuser durch schwere Technik in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Um mögliche Schäden später regulieren zu können, sollen auf den angrenzenden bebauten Grundstücken Bestands-aufnahmen durchgeführt werden. Kordian: "Das dient zur Beweisführung bei Rissbildungen." Wer die Gutachter schicke, sei noch nicht bekannt.

Investitionsliste wird längerDer Ortsbeirat hat seine Investitionsliste, die auch Wunschliste genannt wird, erweitert. Dazu gehören ein Radweg zwischen Bühlow und dem Sellessener Berg, verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Sportplatzstraße und die Instandsetzung des Parkettfußbodens im Sportlerheim (alte Sporthalle). Schon länger vorgemerkt sei die Dorfangergestaltung an der Bühlower Straße, die Umgestaltung von Kurtas Teich zu einem Informationsstützpunkt für Radfahrer sowie der Ausbau der Groß Lujaer Straße mit Entwässerung. Der Sellessener Ortsbeirat wolle sich auch dafür einsetzen, dass die Buswendeschleife und die Friedhofshalle in Bühlow in Ordnung gebracht werden. Ortsvorsteher Hardy Kordian: "Die Friedhofshalle ist derzeit gar nicht nutzbar." Das sei ein untragbarer Zustand und müsse schnellstens verändert werden.