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| 17:53 Uhr

Heimatgeschichte
Alte Flurnamen sorgen für Gesprächsstoff

Die ehemaligen Klein Buckschen Heike Schulze (r.) und Kerstin Zielke (2.v.r.) lesen aus der Chronik.
Die ehemaligen Klein Buckschen Heike Schulze (r.) und Kerstin Zielke (2.v.r.) lesen aus der Chronik. FOTO: Arlt Martina
Spremberg/Zerre. Bewohner des abgebaggerten Dorfes Klein Buckow treffen sich in Zerre zur Chroniklesung.

Mit großer Freude haben sich die ehemaligen Klein Buckower traditionell im neuen Jahr zur Chroniklesung getroffen. Nur der Veranstaltungsort war diesmal ein anderer. Aufgrund von Bauarbeiten konnten sich die Frauen und Männer am Samstag nicht in gewohnter Weise in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Spremberg treffen, sondern machten sich auf den Weg zum Vereinshaus nach Zerre im benachbarten Sachsen.

Das tat der ganzen Sache keinen Abbruch, denn mehr als 65 Gäste kamen zur Chroniklesung. Die älteste Besucherin war die 85-jährige Ursula Matke. Heike Schulze und Kerstin Zielke lasen diesmal wieder aus der Chronik, die von Georg Rothe zusammengestellt wurde. Er war der ehemalige Schuldirektor vom Schulkombinat Radeweise (damals ein Nachbarort von Klein Buckow) und fasste mit seinem Wissen die Geschehnisse des Ortes zwischen 1957 und 1970 zusammen – damals noch per Schreibmaschine.

Aus diesen Aufzeichnungen werden nun jedes Jahr einige Seiten gelesen. Dabei gibt es immer wieder lustige Episoden, die die ehemaligen Einwohner des 1986 abgebaggerten Ortes noch gut in Erinnerung haben. Am Samstag brachten Heike Schulze und Kerstin Zielke die Seiten 18 bis 24 zu Gehör. 33 Seiten hat diese Chronik insgesamt – so gibt es auch für die nächsten Jahre noch genügend Lesestoff.

Die Wiedersehensfreude zum diesmaligen Wintertreffen war groß, als die Teilnehmer bei Kaffee und Klein Buckschem Kuchen im Zerrer Vereinshaus zusammensaßen. Für das dreistündige Treffen gab es jede Menge Gesprächsstoff. „Für die heutige Zusammenkunft haben wir alte Karten ausdrucken lassen, um uns mit dem Thema Flurnamen von Klein Buckow beschäftigen zu können“, sagt Ines Betker, Leiterin der 13-köpfigen Interessengemeinschaft.

Diese Gruppe ging aus dem ehemaligen Jugendclub von Klein Buckow hervor. Der Arbeitsplan der Interessengemeinschaft für dieses Jahr steht. Am 14. April wird zum Arbeitseinsatz am Klein Buckschen Stein eingeladen. Das ist ihr Domizil, das an ihren einstigen Heimatort erinnert. Dann wird nicht nur Unkraut beseitigt, auch Bänke müssen in diesem Jahr erneuert werden. Am 23. Juni soll wieder das große Steinfest starten.

(mat)