Der Zuspruch der Besucher habe selbst die kühnsten Erwartungen von Joachim Kantor übertroffen: "Mit soviel Andrang haben wir nicht gerechnet", so der Fleischermeister.
Simone Klobuch (45) lebt seit 23 Jahren in Weskow und war begeistert: „Ich kenne das Schweinschlachten noch aus meinem Elternhaus. In den letzten Jahren ist diese alte Tradition aber immer mehr in den Hintergrund gerückt. Deshalb gefällt mir das Hoffest sehr.“ Einige Neugierige hatten sich bereits um 7 Uhr auf den Weg gemacht, um das Schauschlachten zu beobachten. Die Weskowerin Karin Sitzka (63) sagte, dass noch viel mehr Fördermittel für den ländlichen Raum ausgegeben werden müssten. „Wir haben uns den Hofladen angesehen und waren ganz erstaunt, was hier ganz in unserer Nähe entstanden ist.“ Auch für den gebürtigen Weskower Reinhard Schoradt (57) ist ein Schlachtfeste nichts Neues. „Ich kenne es noch aus meiner früheren Zeit. Doch heute ist so etwas sehr selten geworden, deshalb sind wir mit der ganzen Familie hier.“ Fast sieben Stunden habe er es bei Kantors ausgehalten. Das der Hof mithilfe von Fördermitteln ausgebaut wurde, hält er für „eine wunderbare Sache“ .
Kantors haben eigenen Angaben zufolge für die Bauarbeiten eine 45-prozentige Unterstützung erhalten. (ma)