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| 15:49 Uhr

Rettung für Altar
Hilfe für die Madonnenfigur der Kirche Graustein

Diplom-Restauratorin Algis C. Wehrsig (Links, Mitte)  aus Dresden informiert zum Anobienbefall vor dem Altar der Grausteiner Kirche.
Diplom-Restauratorin Algis C. Wehrsig (Links, Mitte) aus Dresden informiert zum Anobienbefall vor dem Altar der Grausteiner Kirche. FOTO: Detlef Bogott
Graustein. Die Dresdener Diplom-Restauratorin Algis C. Wehrsig soll den Altar wieder zu Glanz verhelfen.

Nach der Restaurierung der Orgel und der Aktion ,,Glocken für Graustein“ wendet sich die Kirchengemeinde nun dem Altar, der unter Holzschädlingen stark gelitten hat. Ende Mai haben die Arbeiten mit der Begasung des Altars und der Madonnenfigur durch die Firma Binker begonnen, die damit den Anobienbefall bekämpfte. Neben dem Zierwerk und kleinen Pfeilern sind auch die Figuren von Anobien befallen, so die Diplom-Restauratorin Algis C. Wehrsig. Erst danach konnte sie ihre Arbeit beginnen. „Der Schrein wurde in den Jahren mehrfach umgestaltet und wahrscheinlich gab es einmal Seitenflügel, die den Altar zu einem Klappaltar machten und auch fehlen“, so die Restauratorin nach der Oberflächenreinigung. Die Details der Restaurationen werden noch mit dem

Landesdenkmalschutz abgestimmt. Eventuell werden einzelne Bemalungen der Figuren heruntergenommen und die Original-Farbgebung dann aufgearbeitet.

Unterstützt wird das Projekt von der Volksbank Spree-Neiße in Zusammenarbeit mit der VR Stiftung der Volksbanken Raiffeisenbanken in Norddeutschland. Volksbank-Vorstand Frank Baer überreichte am Montagnachmittag in der Grausteiner Kirche Gemeindekirchenratsvorsitzendem Detlef Jank einen Scheck in Höhe über 4354 Euro. Raik Nowka bedankte sich für die Unterstützung. ,,Die Erhaltung des über 500 Jahre alten Altars und der noch älteren Mondsichelmadonna dient nicht nur der Kirchengemeinde, sondern auch dem Erhalt kulturellen Erbes in der Lausitz“, so der in Graustein lebende CDU-Landtagsabgeordnete. Frank Baer pflichtet dem bei: ,,Schätze wie diese müssen bewahrt werden und nachfolgenden Generationen zugänglich bleiben.“

(dbo)