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| 01:04 Uhr

Alle eilten zum Kind an die Krippen

Was früher nur Kirchen und Klöster schmückte und dann dem Adel für seine Häuser und Schlösser gefiel, ist seit dem vergangenen Wochenende im Niederlausitzer Heidemuseum im Spremberger Schloss für jedermann zu sehen: Weihnachtskrippen aus drei Jahrhunderten. Mittlerweile gehören Krippen für viele zum Fest, selbst in privaten Haushalten sind sie zur Adventszeit zu finden. Von Andr&eacute; Kurtas <br> und Anke Richter

Es ist schon Tradition, dass pünktlich zum ersten Advent im Heidemuseum eine Weihnachtsausstellung eröffnet wird. Und das auch nicht einfach so, sondern mit vielen Gästen und eingerahmt in ein weihnachtliches Ambiente. So auch am Sonntagnachmittag. Alle Plätze im Festsaal des Schlosses waren besetzt, als die Bläser der evangelischen Kirche Welzow und Spremberg die Gäste musikalisch auf das Nachfolgende einstimmten. Zu den zahlreichen Besuchern gehörten auch Landrat Dieter Friese und Sprembergs Bürgermeister Dr. Klaus-Peter Schulze.

Überraschung für Baum-Schmücker
Das Motto der neuen Ausstellung lautet „Lasset uns sehen in Bethlehems Stall. . .“ als Anspielung auf den Geburtsort des Jesus-Kindes in einer Krippe in einem Stall in Betlehem. Beim Ablaufen der Ausstellung sehen die Museumsbesucher ganz verschiedene Weihnachtskrippen aus zahlreichen Ländern Europas. Die Ausstellung setzt sich zusammen aus museumseigenen Weihnachtskrippen der umfangreichen Sammlung des Niederlausitzer Heidemuseums sowie aus zahlreichen Krippen, die aus Leihgaben der Sammlung von Marita und Manfred Ihle aus Spremberg stammen.
Museumsmitarbeiter Eckbert Kwast gab zu Beginn einen anschaulichen Überblick über die Geschichte der Weihnachtskrippen. Er bedankte sich auch bei den sieben Teilnehmern, die sich an der traditionellen Baumschmück-Aktion beteiligt hatten und Weihnachtsbäume im Museum nach ihren Vorstellungen kreativ geschmückt hatten. Zu ihnen zählten auch die Kitas „Spree Spatzen“ und „Flax und Krümel“ . Auf eine Bewertung wie bei den vorangegangenen Aktionen wurde jedoch in diesem Jahr verzichtet. Für alle Teilnehmer gab es eine kleine Aufmerksamkeit von Seiten des Museums.
Nach der offiziellen Eröffnung der Ausstellung war die Spannung bei so manchem Museumsbesucher groß, so auch bei Torsten Noack. „Früher standen diese weihnachtlichen Puppenstuben nur in der Kirche. Heute gehören sie in jedes Wohnzimmer“ , so der Spremberger, der zu Hause selbst eine Weihnachtskrippe aufgestellt hat. Der Faszination der liebevoll aufgebauten Weihnachtskrippen konnte sich an diesem Nachmittag niemand entziehen.

Schloss als Musik- und Theaterbühne
Weihnachtlich ging es jedoch nicht nur in der Sonderausstellung zu. Auf die Besucher wartete im gesamten Schloss ein ereignisreicher Nachmittag bei dem auch die Schüler und Lehrer der Musik- und Kunstschule des Landkreises als Akteure auftraten. Während beispielsweise das Blockflötenensemble „Flautino“ im Foyer für gute Unterhaltung sorgte, führten die Mädchen und Jungen des Kinderheimes Spremberg/Schwarze Pumpe im Podiumssaal das Märchen „Die Schneekönigin“ auf, wovon sich kleine und große Besucher verzaubern ließen.

Zum Thema Ausstellung bis Januar
 Zu sehen ist die neue Weihnachtsausstellung im Heidemuseum mit Krippen aus drei Jahrhunderten bis zum 8. Januar. Geöffnet ist jeweils dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.