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Alle Amtsgemeinden an einen Tisch

Döbern. Die Döberner Stadtverordneten haben in ihrer Sondersitzung Bürgermeister Jörg Rakete (SPD) damit beauftragt, alle Gemeinden des Amtes Döbern-Land einzuladen, um über eine mögliche amtsfreie Einheitsgemeinde zu beraten. Zuvor hatten die Stadtverordneten heftig diskutiert, wie sich die Stadt zu den Bestrebungen von Schacksdorf-Simmersdorf und Hornow-Wadelsdorf verhalten soll, die bereits über Eingliederungen nach Forst und Spremberg verhandeln. Christian Köhler

"Wir wissen bisher immer noch nicht genau, was für Auswirkungen die Eingemeindungen auf das Amt Döbern-Land haben", richtet sich Stadtverordnete Yvonne Fischer (CDU) an die Abgeordneten. Sie verstehe Amtsdirektor Günter Quander nicht, dass er kein Anhörungsverfahren dazu initiiert.

Mike Lenke, Stellvertreter des Amtsdirektors: "Wir wollen kein Verfahren verhindern", entgegnet Lenke, "sondern uns liegen keine Grundsatzbeschlüsse oder Absichtserklärungen zu einer Eingemeindung der Orte vor." Aus Sicht des Amtes stehe entweder eine Einheitsgemeinde oder eine Angliederung von Schacksdorf-Simmersdorf und Hornow-Wadelsdorf zur Disposition.

Stadtverordneter Bernd Peter (Linke) meint, dass die Diskussion über die Wandlung des Amtes Döbern-Land zu einer Einheitsgemeinde stärker vorangetrieben werden müsse. "Ob die Gemeinden Schacksdorf-Simmersdorf und Hornow-Wadelsdorf sich nun den Städten angliedern oder nicht, kann ich nicht sagen", erklärt er, "wichtig für mich ist, wie es mit uns weitergeht." Darum sollen Alternativen erarbeitet werden. Einer davon sei die Einheitsgemeinde. "Wir als Stadt Döbern sollten auf alle Gemeinden des Amtes zugehen und die Frage der Einheitsgemeinde diskutieren", bekräftigt Yvonne Fischer. Deshalb, so waren sich alle Stadtverordneten einig, müsse zur nächsten Sitzung zwingend auch Amtsdirektor Quander anwesend sein.

Döberns Bürgermeister Rakete soll nun zunächst eine Einladung an alle Amtsgemeinden herausgeben, um Verhandlungen über eine mögliche Einheitsgemeinde zu beginnen. Wie viel Gemeinden der Einladung von Döbern allerdings folgen, bleibt dabei jedoch offen.