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Aktive Spremberger mit dem Blick für Hydranten

Bürgermeisterin Christine Herntier tauscht sich mit aktiven Spremberger Senioren über Probleme aus.
Bürgermeisterin Christine Herntier tauscht sich mit aktiven Spremberger Senioren über Probleme aus. FOTO: Annett Igel-Allzeit
Spremberg. 22 Senioren hatten gestern die Chance, Sprembergs Bürgermeisterin alle Probleme vorzutragen, die ihnen so auf den Nägeln brennen. Als besonders aktive Ehrenamtliche waren sie von 15 Vereinen und Verbänden zu einem Gespräch bei Kaffee und Kuchen ins Rathaus geschickt worden. Annett Igel-Allzeit

Sie brachten den Straßenverkehrslärm von der Georgenstraße und von Schwarze Pumpe an der Franz-Mehring-Straße mit, den Zustand der Wilhelmstaler Brücke, die schlechter werdende Wohnlage Trattendorf, aus der sich nun sogar der Friseur verzogen haben soll. Lissi Blume macht sich sogar Sorgen um das verblasste Rot der Löschwasser-Hydranten, Veronika Dubau fürchtet um die Fassade des Spremberger Postgebäudes, Hubert Lamm, Seniorenbeiratsvorsitzender, wollte wissen, wie es mit den Eingemeindungen weitergeht.

Was Christine Herntier das Antworten besonders leicht machte, war die freundliche Atmosphäre. Natürlich sprach sie an, dass sie ein ständiges Herummeckern über die Stadtverwaltung und darüber, dass in Spremberg nichts los sei, ärgert. "Aber Gäste loben Spremberg", sagt sie. Und so versuchten sich 21 Senioren und die Bürgermeisterin tatsächlich für einen Moment vorzustellen, sie seien eine Woche in Spremberg im Urlaub. Klar ist es am Schwanenteich idyllisch, ein Einkaufsbummel durch die Innenstadt macht Spaß. "Und haben Sie die neuen Bänke - mit Papierkörben - an unserem großen Kreisverkehr schon gesehen?" Als Christine Herntier von ihrer Russlandreise nach Sankt Petersburg, Kursk und in die Partnerstadt Schelesnogorsk berichtete, leuchteten die Augen einiger Senioren. Die Kirowwerke, bekannt für ihre Riesentraktoren, kennen sie noch.

Schnell landeten sie wieder in der Kommunalpolitik: Bei Gebäuden wie dem Textilwerk II und dem Bahnhof konnte Christine Herntier von keiner besseren Entwicklung sprechen. Aber die Unterschriftenliste gegen den Verkehrslärm in der Geor genstraße will sie an ihren Brief an die Straßenverkehrsbehörde heften. Sie bat die Senioren am Ende des Treffens aufmerksam zu bleiben - und hilfsbereit.