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| 02:36 Uhr

Ärger um Werbeschild entspringt Missverständnis

Spremberg. Der Ärger eines Spremberger Hoteliers über die Rathaus-Mitarbeiter hätte sich wohl mit eindeutiger Kommunikation ausräumen lassen. Manfred Mechler vom Hotel am Berg empörte sich in dieser Woche wegen eines Briefes aus dem Fachbereich für Bürgerservice – worüber auch die RUNDSCHAU berichtete. René Wappler

In diesem Brief stand: "Bei einer Kontrolle durch den Außendienst der Stadt Spremberg wurde (...) festgestellt, dass Sie vor dem hinteren Eingang zum Biergarten in der Bergstraße 30 einen mobilen Werbeträger im öffentlichen Verkehrsbereich aufgestellt haben." Für diesen Werbeträger müsse er aber einen Antrag auf Sondernutzung im Rathaus einreichen.

Für Manfred Mechler war klar: Hinterer Eingang, Biergarten - dabei kann es sich doch nur um das Werbeschild handeln, das er vor längerer Zeit am Radweg zwischen der Spree und dem Hotel installiert hat: "Das ist die einzige Reklame, auf die für mich diese Beschreibung passte", sagte er. "Gestört hat sie bisher niemanden, weshalb ich mich sehr wundere." Doch da begann das große Missverständnis. Wie Fachbereichsleiter Frank Kulik am Freitag nach der Lektüre des RUNDSCHAU-Artikels mitteilte, bezieht sich der Brief aus dem Rathaus nämlich auf ein anderes Schild, das direkt an der Bergstraße 30 stand. Mit dem "hinteren Eingang" war demnach gar nicht der Radweg zwischen Spree und Biergarten gemeint.

Jede unnötig komplizierte Geschichte kann jedoch noch eine weitere komplizierte Wendung nehmen. Das beanstandete Schild an der Bergstraße stammte nämlich gar nicht vom Hotelier selbst, wie er gestern gegenüber der RUNDSCHAU erklärte - sondern von einem Sportverein, der auf sein Turnier auf dem Gelände des Hotels hingewiesen hatte. Inzwischen ist es längst verschwunden.

Unterdessen hat Hotelbesitzer Manfred Mechler das Werbeschild am Radweg ganz auf sein Grundstück versetzt. Als er am Freitag erfuhr, dass dies gar nicht nötig gewesen wäre, stand es schon an seinem neuen Platz.