Der Steg am Dorfteich in Terpe muss abmontiert werden. Das hat Sprembergs Baufachbereichsleiter Gerd Schmiedel zur Ortsbegehung mit Ortsvorsteher Dieter Freißler festgestellt. „Die Fallhöhe ist bei diesem niedrigen Wasserstand zu hoch“, sagt Schmiedel. Ein Risiko, dass jemand vom Steg stürzt, will nach der Verurteilung eines nordhessischen Bürgermeisters keine Verwaltung mehr eingehen. Ein Schild, das das Betreten des Stegs verbietet, oder ein rot-weißes Flatterband reichen laut Schmiedel nicht.
2016 waren drei Geschwisterkinder in einem Dorfteich in Neukirchen ertrunken. In der Verhandlung Anfang dieses Jahres sah es lange nach einem Freispruch aus. Doch im Urteil befand das Gericht, dass der Bürgermeister seinen Pflichten nicht nachgekommen war und schuldig sei an der fahrlässiger Tötung der Kinder. Das Urteil überraschte nicht nur Prozessbeobachter, sondern auch Kommunen bundesweit: Zu 12 000 Euro Geldstrafe wurde der Bürgermeister verurteilt, die Summe wird für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. 4000 Euro muss der Bürgermeister an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.
In Terpe könnten nach einer ersten Einschätzung die Pfähle, die den Steg halten, stehen bleiben, so dass beim Anstieg des Wassers der Steg flink wieder montiert werden könnte. Mitarbeiter des Betriebshofes haben das Umfeld hergerichtet und gemäht. Freißler und die Verwaltung wollen dem Gewässerverband Spree-Neiße vorschlagen, Fördermittel für die Renaturierung des Teiches zu beantragen.