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Abschiedstränen nach 20 Jahren

Ortsvorsteher Andreas Schulze lobte Monika Blietschau .
Ortsvorsteher Andreas Schulze lobte Monika Blietschau . FOTO: mat1
Spremberg/OT Weskow. Einige Tränen wurden am vergangenen Wochenende im Weskower Festzelt schon vergossen, als Monika Blietschau von den Mitstreitern der eigenen Reihen als "Zugpferd des Dorfklubs" verabschiedet wurde. Das war der eigene Wunsch der 64-Jährigen, die seit zwanzig Jahren unzählige Stunden ihrer Freizeit für die kulturellen Belange des Spremberger Ortsteiles Weskow eingesetzt hat. Martina Arlt / mat1

"Das war einfach mein Metier. Ich bin schon immer ein Vereinsmensch, auch in Groß Luja gestaltete ich seit Jahren mit den Leuten das Abendprogramm. Doch nun ist die Zeit gekommen, auch das Alter fordert seinen Tribut. Ich habe für mich entschieden, nun nach dem 20. Dorffest aus der ersten Reihe zurückzutreten. Wir haben Vieles im Alleingang mit Birgit Buchholz bewältigt. Die Arbeit hinter den Kulissen sieht ja keiner. Manchmal wurde es einfach nicht mehr entsprechend geschätzt, welchen Aufwand man privat betrieben hat, um so ein Fest auf die Beine zu stellen. Ich werden mich noch weiter einbringen, aber nicht mehr die erste Geige spielen", sagt Monika Blietschau.

Nun fragt sich der Weskower Dorfklub mit den 50 Mitgliedern, wie soll es weitergehen? Die Frage kann vielleicht im Januar 2018 beantwortet werden, wenn die Neuwahl des Dorfklub-Vorstands stattfindet. Jedes zweite Jahr wird gewählt. "Mein persönlicher Wunsch wäre es schon, dass das Dorffest auf der Bullwiese weitergeführt wird. Fest steht, es muss einen Vereinsvorsitzenden geben, der sich den Hut aufsetzt, sonst funktioniert es nicht. Unser Dorffest ist in den Jahren gewachsen und wurde nun schon zu einem großen Event. Ich war mit Herzblut dabei. Besonders auch die dorfeigenen Theaterstücke und Aufführungen sowie die Gaudi-Spiele mit den eigenen Einwohnern zogen immer viele Besucher an. Die Zeit hat mir wirklich Spaß gemacht. Mit so einem Abschied habe ich nicht gerechnet", so Monika Blietschau.

Begonnen hatten die kulturellen Aktivitäten in Weskow eigentlich 1998 durch die Einwohner Wolfgang Wandelt, André Pfeiffer und Achim Kantor. Sei initiierten ein Straßenfest in Veilchental und schon bald entpuppte sich ein richtiges Dorffest. 1999 gründete sich dann eine Interessengemeinschaft mit zehn Leuten und 2007 gründete sich der Dorfklub. Neben dem Dorffest fanden auch kulturelle Höhepunkte wie das Winterfest, Nikolausfest, eine Sommerfilmnacht und auch Ausflüge statt.