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| 01:52 Uhr

Abriss am Spremberger Georgen Berg geht weiter

Die Fassade an der noch grauen Abrisswand des verbleibenden Wohnblocks wird der Gewoba zufolge nach der Beräumung des Bauschutts noch einen farblichen Anstrich bekommen. Foto: Martina Arlt
Die Fassade an der noch grauen Abrisswand des verbleibenden Wohnblocks wird der Gewoba zufolge nach der Beräumung des Bauschutts noch einen farblichen Anstrich bekommen. Foto: Martina Arlt FOTO: Martina Arlt
Spremberg. Nach drei Monaten Abrissstillstand ist jetzt in wenigen Tagen der Wohnblock im Johann-Sebastian-Bach-Weg 10-12 auf dem Spremberger Georgen berg dem Erdboden gleichgemacht worden. Anfang Juni hatten aufmerksame Bürger und Naturschützer das Wohnungsbauunternehmen Gewoba zu einem Abrissstopp gezwungen: Durch einen unsachgemäßen Rückbau mehrerer Dachteile waren die Nester der Mauersegler freigelegt worden. ma

Eier wurden dadurch nicht mehr ausgebrütet, und mehrere frisch geschlüpfte Küken erfroren oder wurden Opfer der Elstern und Eichelhäher. Mit Rücksicht auf die verbliebenen Vögel und die Fledermäuse wurde der Abriss erst jetzt fortgesetzt.

Die 24 Wohneinheiten waren im Jahr 1971 gebaut worden. Auf der Fläche soll eine mit Baumgruppen gestaltete Wiese entstehen, erklärte Jürgen Sommer, Technischer Leiter der Gewoba. „Und die Mauersegler haben wir auch nicht vergessen. Sie haben dort ihre Brutstätten und sind von Mai bis August sozusagen unsere Mieter, bevor sie in den Süden fliegen. Nach dem Ärger im Juni haben wir eine Ersatzlösung geschaffen. In der benachbarten Grazer Straße wurden 15 Nistkästen am Giebel und im Dachbereich montiert, damit die Mauersegler im nächsten Jahr auf dem Georgenberg wieder Brutstätten vorfinden“, erklärte Jürgen Sommer. ma