ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:21 Uhr

Lausitzer Museenland
Ab in den Süden des Kreises

Imposant: die 800 Jahre alte Eiche an der Kirche von Hornow.
Imposant: die 800 Jahre alte Eiche an der Kirche von Hornow. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Bohsdorf . Die dritte Museennacht hat am Samstag einen klaren Schwerpunkt im Süden des Kreises.

Einen historischen Ortsrundgang durch Bohsdorf bietet der Strittmatter-Verein an.  Die Gedenkstätte „Der Laden“ ist von 11 bis 21 Uhr geöffnet, das Programm beginnt um 16.30 Uhr (Eintritt 2,50 Euro). Der historische Rundgang führt vorbei an markanten alten Gebäuden und zu authentischen Orten der Roman-Trilogie „Der Laden“. Was es damit auf sich hat, welche Geschichte das Gemäuer umgibt, wird mit literarischen Texten und Anekdoten erläutert. Wer mehr wissen möchte, für den präsentiert der Schauspieler Michel Becker sein Strittmatter-Programm. Für das leibliche Wohl werden Plinse und Kaffee, später Würstchen und Brötchen angeboten

Bei einer kenntnisreichen und unterhaltsamen Führung können sich die Besucher Feldsteinkirche und Kirchgarten mit Gruft, Backhaus und 800-jähriger Eiche anschauen. Geschichte und Geschichten begegnen dem Besucher in der Turmstube und im Crüger-Raum. In der Kirche beeindruckt die Strahlkraft der Chorfenster. Mit den Klängen von Posaune, Tuba und Trompeten werden die Gäste von den „Lustigen Musikanten“ aus Bohsdorf musikalisch verwöhnen. Geöffnet ist die Kirche von 17 bis 21 Uhr, um 19.30 Uhr beginnt das  Konzert. Eintritt frei, Spende erbeten.

In der 230 Jahre alten Hornower Mühle können interessierte Besucher den Weg des Korns bis zum Mehl verfolgen und sich über die Geschichte der Mühle von der Windkraft zum Elektromotor informieren. Bei einer Lesung werden Geschichten rund um die Hornower Mühle und ihre Verbindung zu Erwin Strittmatters Laden zu hören sein. Der Mühlenverein öffnet die Mühle von 17 bis 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung „Dorfgespräche“ mit historischen Fotos aus der Sammlung von Heiko Lobert zeigt das Leben der Dorfbewohner in der Niederlausitz. Dazu wird der „Alte Fritz“ auftreten und über seine Einführung der Kartoffel im Lande sprechen. Musikalisch rundet der sorbische Liederpoet Bernd Pittkunings die Veranstaltung ab. Angeboten werden dazu regionale Köstlichkeiten aus eigener Küche und aus dem historischen Backofen. Das Niederlausitzer Sorbische Dorfmuseum (Gutsweg 1) hat von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, Kinder zahlen einen Euro.

An die Tradition der Baumaschinen-Herstellung in Welzow erinnert die Heimatstube im Keller-Museum des City-Hotels (Spremberger Straße 81d), wo  um 20 Uhr auch der Museumsball beginnt. Der Baumaschinen-Betrieb entstand in den Jahren 1968/1969. Er stellte unter anderem Rüttelplatten für den Straßenbau, Portalkrane und Betonmischanlagen her. Zur Museumsnacht wird anlässlich des Gründungsjubiläums eine Sonderausstellung mit Fotos, Dokumenten, Zeitungen, Zeichnungen, Broschüren und Büchern eröffnet. Kaffee und Kuchen runden das Museumsnachtangebot ab. Zeitgleich kann die Ausstellung im „Keller-Museum“ besichtigt werden. Geöffnet von 14 bis 22 Uhr, Museumsball ab 20 Uhr, Eintritt frei

Das Ostereiermuseum im sächsischen Sabrodt ist schon traditionell mit dabei bei der Lausitzer Museumsnacht. Es befindet sich in einem 300 Jahre alten Vierseitenhof (Dorfstraße 41). Zu allen Zeiten wurden hier wendische Sprache, Brauchtum und das Eierverzieren gepflegt. Heute führt Dorothea Tschöke diese Traditionen weiter. Zur Museumsnacht zeigt sie alte Fotos und Landkarten, an denen die Veränderungen der Dörfer Sabrodt und Terpe zu sehen sind. Blaubeertorte, Kaffee oder Tee sind die Besonderheit von heute. Für Kinder gibt es Kinderschminken, Spiele rund ums Ei und Angebote zum Basteln. Eine Filmvorführung ist alle zwei Stunden möglich. Geöffnet ist es von 15 bis 20 Uhr, der Eintritt kostet 3,50 Euro, für Kinder 2,50 Euro.