Hinter dem schlichten Ausstellungstitel „Malerei und Objekte“ verbirgt sich anspruchsvolle Kunst in Form von Bildern und Skulpturen. Ihre Arbeiten bestechen durch eine breite Farbvielfalt und klassische Motive - oft abstrakt interpretiert.
Als Bilder voller Harmonie beschrieb die Berliner Malerin und Journalistin Julia Brotauf in ihrer Laudatio am Donnerstagabend die Malereien von Ricarda Maria Pohl. Die Künstlerin sei Botschafterin von Poesie und Ethik, Vermittlerin von Empfindungen und sinnlicher Nähe. Farben ergießen sich auf die Leinwand, werden zu homogenen Flächen, verdichten, konzentrieren sich oder zerfließen wieder, Landschaften verlieren sich in helle Weiten. Und alles baue sie auf der Kraft der Farbe auf. Kontinuierlich setze sie sich mit dem Wesen, den gestalterischen Möglichkeiten und Raumwirkungen der Farbe auseinander, deren große Bedeutung sie für die Architektur, aus der sie kommt und in der sie auch weiterhin arbeitet, immer wieder betone.
Vattenfall-Vorstand Dr. Martin Martiny zeigte sich beeindruckt von der großen emotionalen Ausstrahlung der Werke. Er hob besonders Pohls Vermögen, perspektivisch und räumlich zu gestalten, hervor. „Um Farbe im Raum zu artikulieren, bevorzugt sie einfache Formen und schafft räumliche Klarheiten als komplexe Formen zusammen“ , so Julia Brotauf. Und Ricarda Maria Pohl: „Der Betrachter soll in meinen Bildern Ruhe finden, gedanklich atmen können und ein Gefühl von Weite und der unbegrenzten Möglichkeiten erleben.“ In ihrer Bilderwelt ist die Malerin ganz Frau und kann es sein. Vieles aus dem täglichen Leben wird selektiert, manches erträglich gemacht und eingewoben in ein Bild von Gegensätzen und Widersprüche, das hoffen lässt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. März täglich von 8 bis 16 Uhr im Kraftwerk Schwarze Pumpe zu sehen. Und käuflich zu erwerben sind die Bilder auch.