In Kitas ist es traditionell sehr laut. War die Lärmbelästigung am Spremberger Fröbelkindergarten besonders extrem? AfD-Politiker Frank Henschel sagte im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales (BKSS), dass sich sowohl Eltern, als auch Erzieher über den Lärmpegel im Spremberger Fröbelkindergarten beschwert hätten, dessen Träger der Behindertenwerk Spremberg ist. Das wollte René Nakoinz (CDU) nicht ohne Weiteres stehen lassen. Der Grund: seine Tochter geht in diesen Kindergarten. Sein Fazit: „Ich kann das so nicht bestätigen.“

Während der 6. Stadtverordnetenversammlung (SVV) schildert der Cantdorfer Ortsvorsteher daraufhin von einem Gespräch mit der Kita-Leiterin Andrea Ruhner, die diese Behauptung ebenfalls nicht nachvollziehen kann. Nakoinz argumentierte weiter, dass es eine Gefährdungsbeurteilung, welche vom arbeitsmedizinischen Dienst durchgeführt wurde, gibt. Diese habe ergeben, dass in besagter Kita alle Vorschriften eingehalten würden. „Daher kann ich diese Aussage nicht so ganz nachvollziehen“, erklärt Ortsvorsteher Nakoinz in Richtung Henschel.

„Hier sollen wieder jemandem Sachen angehängt werden“, entgegnet der AfD-Mann. Vielmehr hätte er lediglich die Berichte von Leuten weitergegeben. „Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Daraufhin meldet sich der Vorsitzende der SVV, Andreas Bränzel (CDU), mit einer eindringlichen Bitte zu Wort: „Nicht alles an die große Glocke zu hängen und stattdessen einmal direkt mit der Einrichtung in Kontakt zu treten.“ Dies könne man nämlich als Stadtverordneter machen, um Gerüchte aus der Welt zu schaffen, fügt Bränzel abschließend hinzu.