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| 15:28 Uhr

Kommunalwahl Spremberg
Ins Spremberger Stadtparlament wollen 87 Bewerber

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Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Spremberg. Der Wahlausschuss hat grünes Licht für fast alle Wahlvorschläge gegeben. Nur einer kam fünf Tage zu spät. Von Annett Igel-Allzeit

87 Sprembergerinnen und Spremberger kandidieren zur Kommunalwahl am 26. Mai für die 28 Sitze im Stadtparlament. Eine Zahl, die Wahlleiter Frank Kulik nicht erschreckt. „Zu den Kommunalwahlen 2014 gingen für die Stadtverordnetenversammlung 142 Frauen und Männer ins Rennen“, sagt er. Die Zahl der Sitze belief sich damals auf 31, die Einwohnerzahl war höher.

Der Wahlausschuss tagte am Mittwoch in dieser Woche in Spremberg öffentlich. Alle Wahlvorschläge, die bis zum 21. März um 12 Uhr im Rathaus eingegangen waren, konnten bestätigt werden. Lediglich ein Wahlvorschlag musste abgelehnt werden: Er war erst am 26. März eingereicht worden.

In einem der 14 Ortsbeiräte wollen 55 Einwohnerinnen und Einwohner mitarbeiten. Für den Ortsbeirat Trattendorf, wo fünf Sitze zu vergeben sind, haben sich zwar nur drei Kandidaten gefunden und für Terpe, wo der Ortsbeirat drei Sitze hat, nur zwei Kandidaten. „Aber da es Kandidaten für mehr als die Hälfte der Sitze gibt, steht der Wahl erst einmal nichts entgegen“, sagt Frank Kulik. In Schönheide dagegen, stellte er fest, wollen gleich fünf Leute in den Ortsbeirat. „Das sind über fünf Prozent der Einwohner unseres kleinsten Ortsteils.“ 93 Einwohner leben dort nach der jüngsten Statistik.

Eine Einzelbewerberin gibt es fürs Stadtparlament, während für die Ortsbeiratswahlen die Zahl der Einzelbewerberinnen und Einzelbewerber mit 25 recht hoch liegt. Alle übrigen Kandidaten stehen auf Listen von Parteien und Wählergruppen. So treten fürs Stadtparlament mit der CDU, der SPD, der Linken, der FDP, dem Bündnis 90/Die Grünen sowie der AfD sechs Parteien an. Als Wählergruppe erscheinen „Die nächste Generation“, der Brandschutz und die Unabhängige Wählergemeinschaft. Für die Unabhängigen Wählergemeinschaft treten Kandidaten an, die jetzt in der Fraktion Vereinte Wählergruppen Spremberg sitzen.

Der älteste Kandidat ist 82 Jahre alt, die jüngsten Kandidaten sind 24 und 25 Jahre. Auch die Frauenquote hat sich Frank Kulik angeschaut – nicht nur vorm Hintergrund von 100 Jahren Frauenwahlrecht: Sie ist mit 31 Prozent unter den Kandidaten fürs Stadtparlament nicht sehr hoch. Für die Ortsbeiratswahl liegt sie nur bei 20 Prozent. In fünf Ortsteilen – in Schwarze Pumpe, Lieskau, Terpe, Türkendorf und Wadelsdorf – kandidieren ausschließlich Männer.

Gefruchtet hat die intensive Suche nach Wahlhelfern und das Anheben des Erfrischungsgeldes: 255 Wahlhelfer haben sich gemeldet, 280 braucht Spremberg. 29 von 35 Wahlvorstehern, 26 von 35 stellvertretenden Wahlvorstehern, 31 von 35 Schriftführern und 166 von 175 Beisitzern sind gefunden.

Dass sich die Wartezeit am Wahlsonntag aufgrund der Menge und Länge der Wahlzettel hinzieht, hält Kulik für möglich. 60 Zentimeter breit und 35 Zentimeter hoch sei allein der Zettel fürs Stadtparlament. Der Europawahlzettel soll noch größer sein. „Wo es räumlich geht, stellen wir mehr Wahlkabinen auf“, sagt Kulik. „Alle, die es bis 18 Uhr zum Wahllokal schaffen, dürfen wählen.“ Ein Wahlhelfer habe das an der Tür im Blick.