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| 14:30 Uhr

Welzow
550-PS-Truck sorgt in Welzow für Furore

Der Weihnachtstruck wurde von den Welzowern dicht umlagert.
Der Weihnachtstruck wurde von den Welzowern dicht umlagert. FOTO: amz
Welzow. Einheimische Vereine und Händler gestalten den Weihnachtsmarkt.

Was für ein Spektakel: Zum Finale des Welzower Weihnachtsmarktes ist ein 550 PS starker Truck vor dem Besucherzentrum „Excursio“ vorgefahren. Der 40-Tonner einer Trebendorfer Spedition, gelenkt von Berufskraftfahrer Harry Lohr, bringt nicht nur den Weihnachtsmann nach Welzow, sondern ebenso Säcke von Geschenken. Diese sorgen für leuchtende Kinderaugen. Mehr noch: Die Knirpse dürfen sogar hinter dem Steuer des Weihnachtstrucks Platz nehmen und dort die imposante Hupe betätigen, deren Klang sogar noch in anderthalb Kilometern Entfernung deutlich zu vernehmen ist.

„Ein Bekannter aus Welzow arbeitet bei der Trebendorfer Spedition. Daher kam der Kontakt zustande“, erklärt der stellvertretende Bürgermeister Detlef Pusch. Bei der Stadt laufen für den Weihnachtsmarkt alle Fäden zusammen. „Die Organisation der Vereine und Händler ist schon anspruchsvoll“, erklärt Pusch. Glücklicherweise sei bereits bei der Herrichtung der Fläche vor dem „Excursio“ an die entsprechenden Stromanschlüsse gedacht worden. So müsse kein Stand im Dunkeln stehen.

Für reichlich Abwechslung sorgen indes mehrere der insgesamt rund 40 Welzower Vereine. Gleich mit drei Buden und einem Festzelt sind die Karnevalisten vom WCC vor Ort. „Bei uns gibt es alles: weißen und roten Glühwein, Schaschlik, Gyrospfanne, Buletten, Waffeln und mehr“, erläutert Karnevalist Norman Sündermann.

Am Vortag des Marktes hätten die Vereinsmitglieder von morgens halb sieben bis in den Abend Hand angelegt. Die meisten Speisen seien selbst zubereitet. „Wir machen das aus Spaß an der Freude und aus Leidenschaft. Wir sind halt eine starke Truppe“, begründet Sündermann die Intention seiner Karnevalisten. Von den aktuell 111 Mitgliedern hätten um die 30 am Weihnachtsmarkt mitgewirkt. Übrigens: Die Session 2017/2018 werde am ersten Februar-Wochenende mit dem Senioren- und dem Kinderkarneval im örtlichen Kulturhaus fortgesetzt.

Das Archäotechnische Zentrum (ATZ) präsentiert dagegen Kinderspielzeug aus grauer Vorzeit. „Wir haben bronzezeitliche Enten nachgebaut“, sagt Mitarbeiterin Kristine Messenbrink. Die Originale seien bei Ausgrabungen gefunden worden. Diese wiesen ein Alter von rund 3400 Jahren auf. Darüber hinaus bietet das ATZ seinen berühmten „Zaubertrank“ feil. Das Getränk enthalte unter anderem Weißwein, Apfelsaft, Honig und diverse Geheimzutaten. Darüber hinaus fehle die „aufgewärmte Liebe“ nicht, wie Messenbrink augenzwinkernd anmerkt.

Durchweg selbst hergestellte Artikel gibt es auch am Stand des Welzower Hortes „Pfiffikus“. „Daran haben wir mit den Kindern mehrere Nachmittage gearbeitet“, erklärt Erzieherin Christa Michel. Die Weihnachtsmarktgäste können unter anderem Sterne, Herzen, Marmelade, Plätzchen und ähnliches mehr erwerben. Die Einrichtung zählt rund 100 „Pfiffikusse“ von der ersten bis zur sechsten Klasse. Mehrere von ihnen wirken auch am Bühnenprogramm zum Welzower Weihnachtsmarkt mit.

Vor Ort ist ebenso die Welzower Feuerwehr. Schließlich gilt es, den großen Weihnachtsbaum zu schmücken und mit Lichterketten zu versehen. Dazu wird freilich die Drehleiter benötigt. Jetzt präsentiert sich das vollendete nadelige Exemplar mit seinen „grünen Blättern“ unmittelbar neben dem „Excursio“.