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48-Stunden-Aktion startet diesmal mit Wettpaten

Dietmar Woidke wettet mit der Trebendorfer Jugend.
Dietmar Woidke wettet mit der Trebendorfer Jugend. FOTO: dpa
Spree-Neiße. Am morgigen Freitag startet in ganz Brandenburg die 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen Landjugend. Im Landkreis Spree-Neiße beteiligen sich 23 Jugendclubs und Initiativen, die unter anderem ihre Domizile verschönern wollen. Steffi Ludwig

Neu ist in diesem Jahr, dass es für die verschiedenen Projekte Wettpaten gibt, berichtet Christian Müller, Jugendkoordinator des Amtes Döbern-Land. Das liegt daran, dass die Landjugend die Brücke zur großen Aktion des Bundes der Deutschen Landjugend unter dem Motto "jugend.macht.land" schlägt. "Die Projekte haben sich selber die Wettpartner gesucht, mit denen sie wetten, dass sie das, was sie sich vorgenommen haben, schaffen", so Christian Müller.

Den prominentesten Wettpaten haben sich wohl die Trebendorfer geangelt: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Dieser ist laut Christian Müller auch auf die Wette eingegangen. In Trebendorf war am 23. Dezember 2014 der Jugend- und Freizeittreff abgebrannt und soll nun wieder aufgebaut werden. "Der Abriss der Brandruine ist bereits abgeschlossen und es sind nun weitere Maßnahmen für den Baubeginn nötig", so der Jugendclub. Bis zur 515-Jahrfeier von Trebendorf Ende Juni wollen sie fertig sein. "Wenn sie es schaffen, will Ministerpräsident Dietmar Woidke 500 Euro geben", erzählt Christian Müller.

Ein weiterer Wettpate ist Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU). Die Jugendinitiative VTC Drebkau will ihren im letzten Jahr bezogenen Jugendraum streichen sowie die Bushaltestelle im Ortsteil Schorbus/Auras erhalten und aufwerten. Gemeinsam mit Menschen aus dem Dorf soll ein alter Schuppen abgerissen werden. Der Wettvertrag mit Landrat Altekrüger wird laut Kreisverwaltung am morgigen Freitag im Vereinshaus Schorbus unterzeichnet. Der Wetteinsatz werde dann im Zeitraum der bundesweiten Aktion "jugend.macht.land" vom 18. September bis 10. Oktober eingelöst, heißt es.

Die 48-Stunden-Aktion findet an diesem Wochenende zum 18. Mal statt. Meistens seien es die gleichen Jugendclubs, die sich beteiligen, so Jugendkoordinator Christian Müller. Erstmals in diesem Jahr dabei sei die Oberschule Döbern, die auf dem Schulgelände Verschönerungsarbeiten vornimmt. Am morgigen Freitag um 11 Uhr werden diese präsentiert, teilt die Schule mit.

Und das sind weitere Projekte in Spree-Neiße: Am Begegnungszentrum "Alte Dorfschule" in Welzow wird das Außengelände in Schuss gebracht. Die Jugend in Krieschow will unter anderem Lampen im Außenbereich des Jugendclubs anbringen, Maibaumgirlanden flechten und Frühjahrsputz machen. Die Jugend Kunersdorf will die Fassade des Gebäudes streichen und die Dachrinne ausbessern. Die Jugend Limberg plant das Streichen der Küche und das Ausbessern von Fliesen. Die Jugend Milkersdorf will Bierzeltgarnituren neu streichen. Die Jugend Tauer plant die Renovierung des Hauptraumes des Jugendclubs und Verschönerungen im Dorf. Die Jugend Werben will unter anderem den Zamperwagen aufarbeiten. Der Jugendclub Bärenklau hat sich unter anderem das Streichen des Clubs mit Holzschutz vorgenommen. Im Jugendclub Döbern steht Malern und Frühjahrsputz auf dem Plan. Der Jugendclub Jänschwalde/Ost will im Ort Sitzbänke reparieren, Schuppen streichen und die Bushaltestelle säubern. Der Jugendclub Kerkwitz will die Arbeitsplatte im Barbereich austauschen. Der Jugendclub Sembten will unter anderem die Wände im Clubraum neu streichen. Die Jugendfeuerwehr Drebkau/Kausche will das "grüne Klassenzimmer" auf dem Schulhof der Grundschule Drebkau aufwerten. Die Jugendinitiative 2ND Home Drebkau will die Geräte auf dem Spielplatz der Grundschule Drebkau streichen. Die Jugendinitiative Greifenhain plant, das Vordach zum Jugendclub neu zu gestalten. Das Jugendzentrum Burg will den Frühjahrsputz im Club starten. Und der Jugendclub Juwel Welzow will das alte und neue Domizil auf Vordermann bringen. Der Start des Pavillonbaus am Jugendtreff Werneuchen soll beginnen. Die Papitzer Jugend will die Fassade des Dorfgemeinschaftshauses streichen. Die Jugend Drehnow möchte dagegen dem Friedhof neuen Glanz verleihen.

Der Jugendclub in Trebendorf war am 23. Dezember 2014 abgebrannt und soll nun wieder aufgebaut werden.
Der Jugendclub in Trebendorf war am 23. Dezember 2014 abgebrannt und soll nun wieder aufgebaut werden. FOTO: Möschl