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| 14:01 Uhr

Aus nah und fern angereist
30 Händler zeigen ihr Handwerk

Händler reisten aus nah und fern zum Spremberger Töpfermarkt und präsentierten ihr Handwerk.
Händler reisten aus nah und fern zum Spremberger Töpfermarkt und präsentierten ihr Handwerk. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Tolle Keramik in großer Farbenvielfalt zum 14. Spremberger Töpfermarkt am Wochenende. Von Martina Arlt

Wohin das Auge zum 14. Spremberger Töpfermarkt auch schaute, gab es Töpferkunst in allen Variationen und in toller Farbenvielfalt zu entdecken. An beiden Tagen reisten 30 Händler in die Spremberger Innenstadt, um ihr Handwerk zu präsentieren. Keramiker, Töpfer und Kunsthandwerker bauten ihre Stände mit liebevoll und individuell gefertigten Erzeugnissen auf. Jeder Handwerker hat seine eigene Handschrift und glänzt mit eigenen Ideen.

Zu den Stammhändlern von Anfang an gehörte auch Carola Richter von „Lausitzkeramik“ aus Elsterwerda: „Es sind oft sozusagen Wiederholungstäter, die bei mir einkaufen kommen. Ich habe einige Scherzartikel aus Keramik dabei. Gern werden die Nachttöpfe für Jubiläen oder auch die halben Tassen für Kaffee oder Bier gekauft. Das sind immer nette Geschenke, die gut ankommen. Jetzt werden auch schon gern die Schneemänner in allen Größen gekauft, die mit einem freundlichen  Gesicht die Besucher anlächeln“, so die gelernte Keramikmalerin.

Gleich nebenan lockte Andreas Hultsch von der Himmelsbäckerei Neukirch die Besucher mit seiner Baumkuchenspezialität an. „Seit 1994 präsentiere ich dieses Handwerk auf Märkten, die Baumkuchenherstellung am offenen Feuer. Dann habe ich zum Spaß auch immer meine Brezelposaune dabei. Ich komme gern auf den Märkten mit den Leuten ins Gespräch. Auch in Spremberg ist jedes Jahr sehr nettes Publikum unterwegs“, so der Bäcker, der noch heute selbst seinen Baumkuchen gern isst.

Zum fünften Mal präsentierte außerdem Töpferin Peggy Nothnagel vom Töpferhaus Großpösna bei Leipzig ihre Ware in Spremberg.  „Meine Gebrauchsgegenstände haben eher eine moderne Form im Jugendstil. Lampenschirme habe ich auch im Angebot. Doch auch meine Raku-Keramik, eine alte japanische Brenntechnik, wissen die Leute zu schätzen. Ich bin circa zweimal monatlich auf Märkten unterwegs. Die Spremberger sind sehr interessiert und kaufen gern. Ich bleibe zwei Tage hier und übernachte im Transporter, dafür bin ich eingerichtet. Das tolle Wetter lockt natürlich auch viele Besucher aus dem Haus“, so die 52-jährige Töpferin.

Hans Holland aus Elstra gehört zum Urgestein des Spremberger Töpfermarktes und war diesmal das 13. Mal dabei. „Meine Töpferscheibe habe ich immer dabei. Die gehört einfach dazu, um das Töpferhandwerk vor Ort zu demonstrieren. An meinem Stand werden gern die einfarbigen Sachen gekauft. Jeder hat einen eigenen Geschmack und entscheidet sich für unterschiedliche Gefäße und Formen“, so der Töpfermeister vom Familienunternehmen aus Elstra.

Heike Handrick zeigte ein ganz anderes Handwerk, das Schleifhandwerk. Denn die Sprembergerin ist unter anderem Werkzeugmacher und hat ein Faible für scharfe Werkzeuge. Auch in ihrem Geschäft in der Dresdener Straße kann Kunden Messer und Scheren zum Schleifen abgeben. Ihr Mann Carsten machte dagegen vor dem Uhrengeschäft in der Langen Straße mit besonderen „uhrigen Hinguckern“ aufmerksam. „Das ist eine historische Turmuhr aus meiner privaten Sammlung. Dieses gute Stück ist circa 100 Jahre alt. Diese Uhr stellte ich erstmals zu unserem Brandenburgtag aus. Wir nutzen gern den Töpfermarkt, um auch das Uhrmacherhandwerk zu präsentieren“, sagte Uhrmacher Carsten Handrick.

Zwischen den Handerkern war auch die Wasserwacht Spremberg erstmals zu finden. „Öffentlichkeitsarbeit ist immer sehr wichtig. Gern werben wir für neue Mitglieder. Derzeit haben wir 270 in unserem Verein, der von Silvana Reininger geleitet wird. Wir führen hier auch Verbände oder Herz-Wiederbelebung vor Ort durch“, so Patrick Fischer von der Wasserwacht.

Auch die Spremberger Geschäftsleute luden zum Bummeln und Verweilen ein. Die Räuber schlugen wieder ihr Lager in der Innenstadt auf. Die Freizeitreiter der „Wolfswiese“ drehten mit ihren Vierbeinern zahlreiche Runden durch die Festmeile. Die kulturelle Umrahmung des Töpfermarktes übernahmen die Trommler „Com Gosto“ sowie Mister Kerosin.

Für die Organisation des Festes zeichnete sich Toralf Hasse mit Team vom örtlichen City-Werbering aus. Um den Markt das richtige Flair zu geben, karrte er vom Cantdorfer Gisbert Schur 150 Strohballen zur Dekoration in die Innenstadt. Insgesamt ein tolles zweitägiges Einkaufswochenende mit Bilderbuchwetter.