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| 15:49 Uhr

Spree-Neiße
Neue Sensoren an Brücken über Spree und der Neiße

Spree-Neiße. Spree-Neiße-Kreis erweitert mit Blick auf künftige Hochwasser die Pegeldichte. Von Annett Igel-Allzeit

Der Spree-Neiße-Kreis will von seinen beiden großen Flüssen Spree und Neiße künftig mehr Daten haben, um besser vorbereitet ins nächste Hochwasser zu gehen. Wie der Kreisdezernent Olaf Lalk in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt informierte, hat der Landkreis dafür jetzt 25 000 Euro in die Hand genommen und fünf Wasserstandsmesser gekauft. „In den Hochwasserjahren 2010 und 2013 mussten wir mit vier Pegeln auskommen, wovon einer gelegentlich ausgefallen ist. Nach dieser Erfahrung haben wir nach einer zuverlässigen und preiswerten Technologie gesucht, mit der wir die Pegelanzahl unkompliziert verdichten können. Fündig geworden sind wir in Braunschweig“, so Olaf Lalk.

Die Wasserstandsmesser werden an Brückenpfeilern angebracht, wo sie mit dem Wasser in Verbindung kommen. Je nach Wasserstand entstehe eine hydraulischer Druck, der weitergeleitet und in in einen Pegelstand umgerechnet werden kann. Einschließlich des Datenträgers, der notwendigen Software und der Installation habe jeder Wasserstandsmesser 5000 Euro gekostet.

Angebracht wurden die Wasserstandsmesser an Brücken in Spremberg-Trattendorf und nahe Cottbus-Maiberg – zur Messung der Wasserstände in der Spree, sowie an der Neiße in Höhe der Kläranlage Forst sowie ganz im Süden des Landkreises in Pusack und am Mühlgraben in Forst, der von der Neiße abzweigt und wieder in die Neiße mündet.

„Das nächste Hochwasser kommt. Und aus der Erfahrung der vergangenen Jahre wissen wir auch, dass sich die Abstände zwischen solchen Wetterunbilden verringern. Deshalb ist das sicher gut angelegtes Geld. Wir hoffen, dass uns diese Wasserstandmesser auch lange zur Verfügung stehen“, sagt Lalk. Erste Diagramme, mit denen der Landkreis schon einmal die Wasserstände im Monat Januar ausgelesen hat, konnte Olaf Lalk den Mitgliedern des Landwirtschafts- und Umweltausschusses zeigen. „Aber erschrecken Sie nicht über die Spitzen. Es gibt einige Ausbrüche in diesem Diagramm, die sind jedoch nicht bedenklich, sondern normal nach einem ordentlichen Regen.“ Neben Daten während eines Hochwassers kann der Kreis über die Sensoren Wasserstanddaten ganzjährig abrufen.