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| 13:19 Uhr

Hundesport
Im Eiltempo durch die Ratsheide

Die Hunde warten auf ihren Start beim Schlittenhunderennen in Spremberg. Täglich gingen 58 Starter auf die Strecke. Gewertet wurde in acht Kategorien, mehr als 30 Pokale wurden am Sonntag zur Siegerehrung vergeben.
Die Hunde warten auf ihren Start beim Schlittenhunderennen in Spremberg. Täglich gingen 58 Starter auf die Strecke. Gewertet wurde in acht Kategorien, mehr als 30 Pokale wurden am Sonntag zur Siegerehrung vergeben. FOTO: Arlt Martina
Mehr als 300 Huskys waren am Wochenende beim Spremberger Schlittenhunderennen dabei. Von Martina Arlt

Die Wiese an der verlängerten Bergstraße in Spremberg hat sich am vergangenen Wochenende wieder in ein großes Renn-Areal verwandelt. Mehr als 300 Hunde waren auf dem Platz zu finden. Denn die große Musher-Familie reiste aus ganz Deutschland und aus den Niederlanden zum 24. Schlittenhunderennen in Spremberg an. Die Hunde konnten es kaum erwarten, dass sie auf den sechs Kilometer langen Trail starten können.

Die Wettkampfstrecke wurde von den Vereinsmitgliedern „Lausitzer Sportverein reinrassiger Schlittenhunde“ mit Schneezäunen und Flatterband bestens markiert. In diesem Jahr übernahm André Hannemann aus Lübben, der schon etwas Sprechererfahrung hat, die Moderation des Wettkampfes. „Wir haben zwei Hunde seit 2007. Dieses Hobby betreibe ich zusammen mit meiner Frau Jacqueline, die heute auch mit unserem Hund namens Wolf startet“, so der 53-jährige Lokführer. „Huskys sind liebe Hunde. Wenn sie jung sind, dann sind sie besonders zeitintensiv. Dann muss man schon Gehorsamkeit anerziehen und einen Leithund heranziehen. Doch unsere Hunde sind nun schon zehn und zwölf Jahre alt.“

Nachdem fast alle Teilnehmer am Freitag in Spremberg anreisten und gemütlich am Lagerfeuer den Abend verbrachten, wurde es am Samstagvormittag ernst. Nach der Musherbesprechung ging es für die Gespanne nach dem Zeitplan auf die Strecke. In rasender Geschwindigkeit absolvierten die Hunde den vorgezeigten Weg.

Für die vorbildliche Organisation zeichnete sich auch in diesem Jahr das Spremberger Ehepaar Carmen und Erhard Feickert aus. Derzeit besitzen sie vier Siberian Huskys namens Nougat, Dollar, Nabou und Bugs. Zum diesjährigen Rennen startete Erhard Feickert zweimal mit seinem Gespann. Täglich gingen am Wochenende 58 Starter auf die Piste. Auch drei Kinder gingen in der Jugendklasse jeweils mit maximal zwei Hunden auf den Parcours. Das größte Gespann mit zehn Hunden wurde von Klaus Barth geführt.

Was das Hobby mit Schlittenhunden bedeutet, weiß der Zahnarzt Andreas Pech aus Guben am besten zu berichten: „Bei uns begann das alles vor 15 Jahren mit einem kleinen süßen Hundchen. Er wollte aber nicht alleine bleiben, denn Huskys sind ja bekanntlich Rudeltiere. So gab es tierische Gesellschaft“, so Andreas Pech, der zu Hause mit seinen Hunden sehr viel trainiert. „Derzeit haben wir 15 Tiere, auch in Spremberg sind alle da. Meine Frau Ines ist natürlich  voll mit dabei, sonst würde so ein Hobby nicht funktionieren. Wir gehören dem Lausitzer Schlittenhundeverein an und sind immer wieder mit bemüht, das Spremberger Rennen zu einem Erlebnis werden zu lassen.“

Die Teilnehmer kommen gern in die Lausitz, da alles sehr stimmig ist, wie der Gubener Huskyfreund erzählt. „Nicht jedes Wochenende sind wir in der kalten Jahreszeit unterwegs. Mittlerweile haben wir eine eigene Husky-Zucht. Es ist einfach eine Lebenseinstellung“, so Andreas Pech. „Als Highlight bei uns gilt das Rennen in Schweden, dann gehen wir dort auf eine 100-Kilometer-Strecke. Auch unseren Jahresurlaub verbringen wir in Schweden und haben alle Hunde dabei. In unserem Leben werden wir bestimmt nie am Strand liegen, da bin ich mir sicher.“

Zum Rahmenprogramm des diesjährigen Rennens gehörten verschiedene Stände rund um das Thema Hund. Zubehör und Kuscheltiere waren käuflich zu erwerben, und ein Versicherungsfachmann gab gern Auskunft zu Hundeversicherungen und zur Hundehaftpflicht. Die Gäste beim Musherabend am Samstag wurden von den Spremberger Linedancern „Die mit dem Wolf tanzen“ bestens unterhalten.

Die besten Teilnehmer wurden am Sonntagnachmittag an den Spreewiesen geehrt. Immerhin wurden mehr als 30 Pokale übergeben.

Die Hunde warten auf ihren Start beim Schlittenhunderennen in Spremberg. Täglich gingen 58 Starter auf die Strecke; gewertet wurde in acht Kategorien, mehr als 30 Pokale wurden am Sonntag zur Siegerehrung vergeben.
Die Hunde warten auf ihren Start beim Schlittenhunderennen in Spremberg. Täglich gingen 58 Starter auf die Strecke; gewertet wurde in acht Kategorien, mehr als 30 Pokale wurden am Sonntag zur Siegerehrung vergeben. FOTO: Arlt Martina