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| 16:57 Uhr

Spremberg
20 Teams klettern in die vier Drachenboote

Auch die „Pumpschen Feuerpaddler“ wollten wieder beim Drachenbootrennen am Bootshaus starten. Am vergangen Samstag konnten die 20 Teams trainieren.
Auch die „Pumpschen Feuerpaddler“ wollten wieder beim Drachenbootrennen am Bootshaus starten. Am vergangen Samstag konnten die 20 Teams trainieren. FOTO: Martina Arlt
Spremberg. Spremberger Kanuten feiern Sommerfest. In der Pause ist Stand-up- und Kanupaddeln möglich.

(ani) Sie nennen sich „Blutsauger“, „Powerguss“, „Wellenmacher“ oder „Feuerpaddler“ – die Teams, die am Samstag zum Sommerfest der SG Einheit auf die knapp 200 Meter lange Drachenbootstrecke am Spremberger Bootshaus gehen. Die schnellsten Zeiten werden die Teams diesmal nicht erreichen, warnt Göran Winter von den Kanuten der SG Einheit  schon mal vor: „Der Wasserstand ist nach den hitzigen Wochen nicht besonders hoch, die Spree scheint manchmal rückwärts zu fließen.“ Aber das werde den Spaß nicht mindern. 20 Teams aus Unternehmen und Vereinen haben sich angemeldet. Die Kreisverwaltung kommt als Spree-Neiße-Paddler, die Spremberger Stadtverwaltung als „Stadtdrachen“. „Die lustigen Hühner“ aus Spreetal halten das Paddel für Sachsen hoch. Sogar der Abi-Jahrgang 2019 des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums hat eine Gruppe „Abi-Paddler“ zusammenstellen können. Einfach ist das nicht, denn 16 bis 20 Leute sollten im Boot sitzen, erklärt Göran Winter. Zudem ist ein Trommler zu finden. Mindestens fünf Frauen oder Kinder unter 14 Jahre müssen mit paddeln. Das helfe, die Fairness im Wettkampf zu sichern.

Damit das Sommerfest mit einem scharfen Start der Drachenboote beginnen kann, treffen sich alle Kapitäne um 12.15 Uhr  zum Kapitänsmeeting im Zielbereich. Nach zwei Vorläufen, die jedes Team fahren muss, entwickelt sich die Rangliste fürs Finale. Erst nach 18 Uhr, so schätzt Göran Winter, sei mit der Siegerehrung zu rechnen.

Damit die Sommerfest-Besucher selbst mal im Drachenboot sitzen, Stand-up-Paddling auf der Spree ausprobieren oder in ein Kanu klettern können, wird es gegen 16 Uhr eine Pause geben. Zudem haben die Kanuten vielen Helfern ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt – mit Infoständen, gastronomischer Versogrung, Tombola, Kinderschminken, Hüpfburg und Spreewaldkahn. Das Berg­schlösschen-Team der Stiftung SPI baut eine Mal- und Bastelstraße auf, die Spremberger Feuerwehr kommt mit einem Fahrzeug vorbei, das Archäotechnische Zentrum Welzow lädt zum Bleigießen ein.

Dass die Brücke in der Wendenstraße pünktlich zum Sommerfest nicht eröffnet werden konnte, ärgert die Kanuten ein wenig. Nicht nur die Zuschauer hätten von ihr einen umfassenden Blick auf das Drachenbootrennen gehabt , sagt Armin Kießlich, Trainer und Slalomwart. „Auch wir vermissen sie, denn sie ist Teil unserer Laufstrecke im Training. Und es kommen wirklich weniger Radtouristen an unserer Bootshausgaststätte vorbei.“ Die neue Aluminiumbrücke war am 18. Juli nach Spremberg transportiert und auf ihre Träger gehievt worden. Seitdem warten viele Spremberger auf einen Eröffnungstermin. In der Bauausschusssitzung am Montag will Fachbereichsleiter Gerd Schmiedel über den Stand der Brückenbauarbeiten informieren.