| 18:22 Uhr

Spremberg
Vereint für Wirtschaft und Torte

Bürgermeisterin Christine Herntier (4. v. l.) und Petra Lehmann (r.) von der ASG haben 16 familienfreundliche Unternehmen ausgezeichnet. Nicht alle konnten einen Vertreter schicken.
Bürgermeisterin Christine Herntier (4. v. l.) und Petra Lehmann (r.) von der ASG haben 16 familienfreundliche Unternehmen ausgezeichnet. Nicht alle konnten einen Vertreter schicken. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Spremberg. Die Stadt Spremberg ehrt zum Jahresempfang 16 familienfreundliche Unternehmen.

Der Szprotawaer Bürgermeister Józef Rubacha hat versucht, den Sprembergern den Frühling zu bringen. Mit einer Frühlingstorte eilte er zum Jahresempfang der Stadt ins Spreekino. Er wolle damit den Fleiß der Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) und ihrer Mitarbeiter belohnen, erklärte er den 150 Gästen im Kinosaal 1. Vertreter der regionalen und überregionalen Wirtschaft waren gekommen, Vertreter von Landesbehörden und Organisationen, Stadtverordnete, Landtagsabgeordnete und Bundestagsabgeordnete sowie Bürger.

„In der Mitte Europas den Wandel gestalten“, hieß das Motto des Abends. Weil das Zugpferd dieses Wandels die Wirtschaft ist, unterzeichnete die Bürgermeisterin mit Petra Lehmann, Geschäftsführerin der  Wirtschaftsfördergesellschaft  ASG, an der Seite zwei Kooperationsvereinbarungen über die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mit Weißwasser und Welzow will sie am Standortmarketing feilen, Gewerbe- und Industrieflächen vermarkten, sich um Ansiedlungen bemühen, bestehende Unternehmen fördern. Welzows Bürgermeisterin Birgit Zuchold und der Weißwasseraner Oberbürgermeister Torsten Pötzsch unterschrieben im Blitzlichtgewitter der Fotografen.

Zudem wurden 16 Firmen  als „Familienfreundliche Unternehmen“ ausgezeichnet. ASG und Stadt hatten den Wettbewerb ausgeschrieben. Als Jury werteten Vertreter der Spremberger Land GmbH, der Arbeitsagentur Cottbus, des Citywerberings sowie Elke Franke, Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, die Fragebögen der Bewerber aus und besuchten die Firmen. Zwei Jahre dürfen sie mit dem Titel zum Beispiel in Förderanträgen und Stellenanzeigen werben.

Grußworte gab es von Landrat Harald Altekrüger (CDU) und Petra Lehmann.  Während er die kreislichen Einrichtungen in Spremberg hervorhob, im Gymnasium die künftigen Fachkräfte für die Region sieht und den kreislichen Wirtschaftsförderer CIT nannte,  setzt Petra Lehmann auf den Citymanager, den Spremberg sucht, auf die Zusammenarbeit mit der Berufsorientierenden Oberschule und auf die internationalen Verbindungen. Die Besuche in und aus Polen, der Schweiz, Schweden und Russland zeigten Wirkung für den Industriepark Schwarze Pumpe und das Spremberger Gewerbegebiet Ost. Trotz der schwierigen politischen Situation will die ASG die Verbindung zur  Kursker Region halten, weil, so Petra Lehmann, in Russland „ein enormer Zukunftsmarkt liegt“.    

Schülerinnen der Kunst- und Musikschule Spree-Neiße überraschten mit Pop und Klassik. Und die Welcome-back-Crew, eine Gruppe junger Rückkehrer, Neu-Spremberger und Spremberg-Fans, zeigte sich zum Jahresempfang. Sie helfen Zuzüglern, sich schneller in Spremberg wohl zu fühlen. Dass Crew-Mitglieder einen gelben Button trugen, war gut. Denn das Beste am Jahresempfang ist der Austausch, das Einander-Bekannt-Machen bei lukullischen Genüssen vom Buffet.

Auf der grasgrünen Frühlingstorte aus Szprotawa spielen Blüten mit dem Spremberger Wappen.
Auf der grasgrünen Frühlingstorte aus Szprotawa spielen Blüten mit dem Spremberger Wappen. FOTO: Detlef Bogott