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| 19:48 Uhr

Jubiläum in Spremberg
Wünsche zu 150 Jahren Krankenhaus Spremberg

 Schwesterntracht im Wandel der Zeit: Andreas Kube schildert als „Stadtschreiber Kubus“ die Geschichte des Krankenhauses.
Schwesterntracht im Wandel der Zeit: Andreas Kube schildert als „Stadtschreiber Kubus“ die Geschichte des Krankenhauses. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Nach der langen Geschichte geht es in den Grußworten und Reden schnell um die Zukunft. Von Annett Igel-Allzeit

Viele Gäste begrüßt Kathrin Möbius zum Fest „150 Jahre Krankenhaus Spremberg“. Die Geschäftsführerin, die vor 38 Jahren in Spremberg hängen blieb, weil sie einen Krippenplatz ergattern konnte, hat für ihre Rede Geschichte aufgearbeitet und Probleme so formuliert, dass sie von den Rednern, die folgen, prompt Antworten bekommt.

Michael Zaske, Referatsleiter des brandenburgischen Gesundheitsministeriums, sichert zu, dass Spremberg mit dem neuen Krankenhausplan keine Überraschung befürchten müsse. Spremberg habe ein stabiles Haus der Grundversorgung. Hier gelinge es, Fachkräfte zu halten und zu gewinnen. Im Ministerium wird intensiv am Plan gearbeitet – Ziel ist eine gemeinsame Krankenhausplanung Berlin-Brandenburg 2020. So wie beide Länder künftig zusammenarbeiten, rät Zaske den Kliniken in der Fläche zu kooperieren.

Laut einer Studie, die die Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gab, würde die Halbierung der Klinikzahlen in Deutschland zur besseren Versorgung der Patienten führen. Sprembergs Krankenhaus hält gegen: In der Patientenzufriedenheit liegt es weit vorn. Einzigartig ist das Betreibermodell. Die Gesellschafterranteile trägt zu 51 Prozent der Krankenhaus-Förderverein mit den Mitarbeitern, zu 49 Prozent die Stadt.

Dass das Krankenhaus bereits mit Kliniken gut kooperiert, weiß Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos): „Dass Spremberg als Perle über seine Grenzen hinaus glänzt, daran hat unser Krankenhaus großen Anteil.“ Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze lobt, dass das Team die „Kooperation von unten“ längst begonnen hat. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese hofft auf eine medizinische Hochschulausbildung in Cottbus – „mit Uniklinik wie an der Ruhr“. Und die Kliniken in Spree-Neiße, Senftenberg, Hoyerswerda, Weißwasser müssten davon profitieren. Dass Hans-Ulrich Schmidt, Geschäftsführer der Lausitz Klinik Forst, Katrin Möbius einen „Forster Rosentraum“ schenkt, zeigt, wie wichtig ihm die Kooperation ist.