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| 15:19 Uhr

Bräuche beiderseits der Grenze
Bräuche beiderseits der Grenze zelebriert

Das Teilen der Oblaten ist in Polen eine Tradition und hängt mit besten Wünschen zum Fest und zum neuen Jahr zusammen.
Das Teilen der Oblaten ist in Polen eine Tradition und hängt mit besten Wünschen zum Fest und zum neuen Jahr zusammen. FOTO: Ute Richter
Gubin. Das inzwischen 11. Deutsch-polnische Begegnungsfest lockte am Samstag nach Gubin.

Zum bereits 11. Mal fand am Samstag der kleine, aber feine Weihnachtsmarkt auf dem Platz vor der ehemaligen Stadt- und Hauptkirche gleich hinter der Grenze statt. Die mittlerweile schöne Tradtion hatte einst der Förderverein zum Wiederaufbau der einstigen Stadt- und Hauptkirche Guben ins Leben gerufen und wird seitdem vom Gubiner Kulturhaus, der Stiftung Fara Gubinska und der Stadt Gubin bei der Vorbereitung und der Durchführung unterstützt.

Traditionell werden weihnachtliche Bräuche und Traditionen zelebriert. Dazu gehört in jedem Jahr das Teilen der geweihten Oblaten durch den katholischen Pfarrer Ryszard Rudkiewicz. Das ist ein Zeichen der Versöhnung, Liebe, Freundschaft und des Friedens. Jeder bricht sich dabei ein Stückchen ab, die Menschen umarmen sich und rufen sich gute Wünsche für das Fest und das neue Jahr zu.

„Die Idee war damals, den polnischen Nachbarn die Tradition des Weihnachtsmarktes nahe zu bringen, denn das gibt es in Polen nicht“, so Günther Quiel vom Förderverein zum Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche. „In jedem Jahr wurden es mehr Menschen, die hierher gekommen sind und mittlerweile kann man wirklich schon von einer Tradition sprechen“, so Quiel. Das unterstrich auch der Gubener Bürgermeister Fred Mahro in seiner kurzen Ansprache zur Eröffnung des Marktes, die er in langer Tradition gemeinsam mit seinem Gubiner Amtskollegen Bartłomiej Bartczak vornimmt.

Traditionell spendiert die Stadt Gubin kostenlose Weihnachtsspeisen wie Piroggen und Bigos für die Besucher.  Ursprünglich für Bedürftige gedacht, bekommt seit den letzten Jahren jeder Besucher etwas ab. Lange Schlangen bilden sich jeweils vor dem Essenausgabezelt.

Und natürlich darf auf einem solchen Markt auch der Weihnachtsmann nicht fehlen, der kleine Geschenke für die Kinder mitgebracht hatte. Stände von deutschen und polnischen Vereinen, aber auch von Gubiner Händlern machen diesen kleinen Weihnachtsmarkt in jedem Jahr attraktiver. „Meine Vision ist, dass dieser Platz hier vor der Kirche wieder der zentrale Platz für Veranstaltungen von Guben und Gubin wird, so wie es früher war“, hofft Günther Quiel.

Mit dem jährlichen Weihnachtsmarkt ist auf jeden Fall ein Anfang dafür gemacht, denn auch andere Veranstaltungen wie beispielsweise zum Valentinstag finden mittlerweile dort statt.

(utr)