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| 18:33 Uhr

Generationenwechsel
Neue Bürgermeister in den Süd-Gemeinden gewählt

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Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Senftenberg. In den kleineren Kommunen der Ämter Ortrand und Ruhland hat sich teils ein Generationenwechsel an der Spitze vollzogen. Von Catrin Würz

Im Süden des Landkreises OSL stehen nach der Kommunalwahl in mindestens vier Gemeinden neue ehrenamtliche Bürgermeister an der Spitze ihrer Kommune. Im Amt Ort­rand wurden in drei Amtsgemeinden und im Amt Ruhland in bisher einer Gemeinde neue Männer und Frauen in das Bürgermeister-Ehrenamt gewählt. Damit hat sich teilweise auch ein Generationenwechsel vollzogen.

So beispielsweise in Groß­kmehlen. Hier folgt Dietmar Bruntsch (56) dem langjährigen Bürgermeister Gerd Müller-Hagen im Amt nach. Der 56-jährige selbstständige Kaufmann Dietmar Bruntsch arbeitet schon länger als 25 Jahre in der Gemeindevertretung von Großkmehlen mit. Am Wahlsonntag konnte er als Einzelbewerber ein komfortables Ergebnis mit 532 Ja-Stimmen bei 87 Nein-Stimmen verbuchen. „Das zeigt, dass die Mehrheit der Einwohner hinter dem steht, was wir in der Gemeindevertretung angeschoben und begonnen haben“, erklärt er gegenüber RUNDSCHAU. Die Pläne für den Straßenbau in Kleinkmehlen und Großkmehlen, für eine Radwegeanbindung nach Großthiemig und für Konzepte für Schule, Kindergarten und für eine Senioreneinrichtung will er als neuer Bürgermeister konsequent weiterverfolgen, kündigt Bruntsch an.

Zum neuen Bürgermeister in ­Tettau ist Joachim Nitzsche gewählt (307 Ja-/171 Nein-Stimmen), der für die CDU kandidierte. In Lindenau standen zwei Bewerber für das Bürgermeisteramt auf dem Wahlzettel: Als Sieger konnte sich Ralf Herrmann (Freie Wählergruppe/250 Stimmen) gegen Uwe Weigelt (BV Zukunft Lindenau/198 Stimmen) durchsetzen. In Frauendorf wurde dem Amtsinhaber Mirko Friedrich mit klarer Mehrheit (372 Ja-/25 Nein-Stimmen) erneut das Vertrauen ausgesprochen. In Kroppen muss der neue Bürgermeister indes erst noch aus der Mitte der neu gewählten Gemeindevertretung bestimmt werden, weil sich im Vorfeld der Wahlen kein Bewerber für diesen Posten fand.

Dies wird auch in den Gemeinden Grünewald und Guteborn nötig. Auch hier gab es keine Bewerber für das Bürgermeisteramt im Vorfeld. Der neue Mann oder die Frau an der Spitze muss nun aus den gewählten Vertretern bestimmt werden – diese kommen in beiden Gemeinden ausschließlich aus Wählergemeinschaften und Interessengruppen. Ohnehin spielen in den kleinen Amtsgemeinden die großen Parteien kaum eine Rolle. Sowohl die wiedergewählten Amtsinhaber – wie Klaus Peter Müller für Hermsdorf und Roland Schmidt für Hohenbocka – als auch die neu gewählte Bürgermeisterin von Schwarzbach, Maria Pfiszterer, traten als Einzelbewerber oder für eine Wählergemeinschaft an. Die 33-jährige Maria Pfiszterer aus Schwarzbach, gelernte Kauffrau für Bürokommunikation, ist damit bislang die einzige Frau auf einem Bürgermeister-Stuhl im Süden des OSL-Kreises.

Von den insgesamt zwölf Kommunalvertretungen der Amtsgemeinden von Ruhland und Ortrand zieht entsprechend des Wahlergebnisses die AfD in zwei Gremien als neue politische Kraft ein: in die Stadtverordnetenversammlung Ortrand und in die Gemeindevertretung Großkmehlen mit jeweils drei Sitzen.