Als die Polizeibeamten vor Ort eintreffen, ist schnell klar, was da geknallt hat. Unbekannte haben nach ersten Polizeierkenntnissen wohl mit Böllern einen Fahrkartenautomaten gesprengt und sich mit der darin befindlichen Geldkassette aus dem Staub gemacht. Die Ermittlungen laufen.

Nicht zum ersten Mal trifft es einen Fahrkartenautomaten auf dem Bahnhof Lauchhammer. Noch keine zwei Monate ist es her, dass dort ein Fahrkartenautomat gesprengt wurde. Auch 2013 knallte es auf dem Bahnhofsgelände, weil ein Ticketautomat gesprengt wurde.

Burkhard Ahlert, Leiter und Sprecher der Deutschen Bahn für Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, weiß aus Erfahrung, dass es rund drei Wochen dauern kann, bis ein kaputter Fahrkartenautomat ausgetauscht ist. Kann das Gerät noch repariert werden, dann geht es in der Regel schneller.

Fahrgäste, die aufgrund eines demolierten Ticketautomaten – etwa, weil es nur einen gibt – nun am Bahnhof und auch in der Nähe keine Zugfahrkarte kaufen können, müssen dies dann im Zug tun. In solchen Fällen werde das Personal aber informiert, sodass die betroffenen Bahnkunden den dann sonst anfallenden Aufschlag nicht zahlen müssen. Für das Smartphone bietet die VBB im Übrigen eine App an, über die auch Zugtickets gekauft werden können – vorausgesetzt das Handynetz spielt mit.

Die genaue Höhe des Sachschadens durch den gesprengten Automaten ist laut Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert mit 20000 Euro zu beziffern. „In der Regel ist es so, dass der Schaden, der durch einen zerstörten Fahrkartenautomaten entsteht, über dem liegt, was in der Geldkassette ist.“ Mit dem darin befindlichen Geld dürften die Diebe so oder so nicht viel anfangen können, denn spezielle Vorrichtungen sorgen dafür, dass die 10er, 20er und Co. entwertet werden.