Auch dank Zeugenaussagen konnten, so Polizeisprecher Torsten Wendt, inzwischen zwei dringend tatverdächtige Heranwachsende ermittelt werden. Sie kommen aus der Umgebung. An den anderen beiden Fällen, wo Brandstiftung vermutet wird, arbeiten die Kriminalisten noch. Am 11. August brannte der Kiosk am Rostigen Nagel nieder und fünf Tage später ein Imbisswagen am Landeplatz Kleinkoschen.

Der Wandelhof Schwarzheide als Betreiber der Strandbar in Niemtsch gibt den Schaden mit mehr als 15 000 an. Nach Auskunft von Theaterleiterin Sarah Schatz war erst für diese Saison einiges investiert und erneuert worden. Die Öffnung, die dank des angekündigten guten Wetters eigentlich bis Ende September verlängert werden sollte, sei nun abrupt beendet worden. In der Bar, die gut besucht gewesen sei, arbeiteten im Wechsel drei feste Mitarbeiter und sieben Saisonkräfte.

Hilfsangebote in Form von Spenden und praktischer Unterstützung für den Wiederaufbau seien von Besuchern bis aus Dresden gekommen. "Wir wollen die Bar im nächsten Jahr größer und schöner wieder errichten", kündigt Sarah Schatz an. Damit das gelingt, findet an diesem Sonnabend ab 12 Uhr und bis zum späten Abend eine Benefizveranstaltung statt - tagsüber auch mit Kinderprogramm.

Bei diesem Brand in Niemtsch wird von jugendlichem Leichtsinn ausgegangen. Junge Leute sollen sich dort am Sonntag aufgehalten, das Schilf angezündet und sich dann über die schnelle Brandausbreitung gewundert haben. Unterdessen geht unter den anderen Imbiss- und Barbetreibern am Senftenberger See die Angst um. Das sagt unumwunden auch der Großkoschener Matthias Schwedler. Er hat sich für die "Seelounge" verschuldet sowie die Verantwortung für zwei Festangestellte und Saisonkräfte. In Sicherheitstechnik habe er zwar investiert, er fordert aber mehr Polizeikontrollen.