| 02:54 Uhr

Zuspruch für Schlossstraßen-Protestler

Zeichen des Protestes: verhangene Schaufenster.
Zeichen des Protestes: verhangene Schaufenster. FOTO: Steffen Rasche/str1
Senftenberg. Als sichtbares Zeichen des Protestes gegen die geplante neue Verkehrsführung in der Senftenberger Innenstadt haben die im Bürgerbündnis Schlossstraße vereinten Laden-Inhaber am gestrigen Dienstag die Schaufenster verhangen. KaWe

"Unsere Aktion ist ausgesprochen gut angekommen. Wir haben viele Gespräche geführt und einen überwältigenden Zuspruch von den Kunden erfahren", bestätigt Renate Fritsche vom Reformhaus Hedwig. Anwohner und Geschäftsinhaber wehren sich gegen den Plan, die Schlossstraße als einzige Zu- und Abfahrt der Innenstadt auszuweisen.

Der Protest wird auch von Patienten unterstützt, "die eher fortgeschrittenen Alters sind", bestätigt Allgemeinmedizinerin Dr. Steffi Kunze. An zwei Praxistagen sind mehr als 170 Unterschriften gegen die befürchtete einseitige Verkehrsbelastung auf der kleinen Straße gesammelt worden. Der Autoverkehr solle weitestgehend aus der verkehrsberuhigten Innenstadt herausgehalten werden. Als Fußgänger wollen demnach auch die Patienten die größte Sicherheit. Der Fahrdienst könne im Bedarfsfall ebenso bequem halten wie Privatfahrzeuge, die Bürger zum Arzt brächten. Die wenigen Parkplätze und Ständer für Fahrräder würden in der Schlossstraße weiter benötigt. Die Ratsrunde tagt dazu in einer Woche.

Zum Thema:
Die Rathausspitze will alle schmalen Zufahrtstraßen zum Senftenberger Marktplatz für den motorisierten Verkehr schließen und die Zu- und Abfahrt ausschließlich über die Schlossstraße organisieren. Anwohner und Geschäftsinhaber wehren sich gegen diesen Plan. Als Kompromissvorschlag steht, die Schmiedestraße als Zu- und die Schlossstraße als Ausfahrt zu belassen sowie auf dem Marktplatz noch einige wenige Parkplätze zu schaffen.