Das Vorhaben, das im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde realisiert wird, dient dem Schutz der Kröten, Frösche und Molche vor dem Unfalltod. Zwischen März und Juni jeden Jahres pendeln sie in diesem Abschnitt zwischen dem Roteichen-Wald und dem „Silbersee“ als Laichgewässer und wieder zurück - so zahlreich, wie kaum anderswo im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.
Die Spezialisten des Tief- und Straßenbau-Unternehmens Richard Schulz aus Schwarzheide rechnen damit, dass sie die Arbeiten noch im Juni beenden können. Danach hätte der Fahrzeugverkehr zwischen den beiden Orten wieder freie Bahn.
Bevor das kleine Team um Erhard Richter mit dem Tunnelbau begonnen hatte, waren alljährlich in diesem für die Kröten besonders gefährlichen Abschnitt die bekannten, etwa 40 Zentimeter hohen grünen Schutzzäume aufgestellt worden. Naturschutzhelfer und Angehörige der Forst betätigten sich täglich mehrmals, um gewissermaßen den Amphibien auf ihrem Weg vom Winterquartier im Wald zum Laichgewässer, einem ehemaligen Braunkohlentagebau, behilflich zu sein. An manchen Tagen, so hat der für diesen Bereich zuständige Revierförster Dietmar Haschenz in Erinnerung, waren etliche hundert der Amphibien nahe der Straße auf Wanderschaft. Dabei sind in diesem früheren Kippengelände nicht nur die Erdkröten heimisch. Knoblauchkröten, Gras-, Moor- und Laubfrösche sowie Teich- und Bergmolche zählen unter anderem zum umfangreichen Bestand.
Der Planung für die Amphibien-Leitanlage dicht hinter dem Ortsausgang von Annahütte sind Zählungen und Analysen über das Aufkommen vorausgegangen.
Dort, wo Erhard Richter, Holger Kießling und Ulli Flinsch sowie weitere Fachleute des Tief- und Straßenbaus gegenwärtig die vorgefertigten Teile der Leiteinrichtung anein anderfügen und die Durchlässe bauen, wurde zuvor die Straßendecke erneuert.