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| 18:26 Uhr

Großkmehlen
Zum Doppeljubiläum gibt es eine Festschrift

Die Großkmehlener Pfarrkirche St. Georg bekam vor 300 Jahren ihre heutige Gestalt.
Die Großkmehlener Pfarrkirche St. Georg bekam vor 300 Jahren ihre heutige Gestalt. FOTO: Richter-Zippack
Großkmehlen. Auf 184 Seiten ist die Großkmehlener Kirchen- und Orgelgeschichte niedergeschrieben. Das Buch wird am Freitag vorgestellt. Von Torsten Richter-Zippack

„Die Pfarrkirche St. Georg zu Großkmehlen“ lautet der Titel der druckfrischen Festschrift. Das 184-seitige Buch wird am Freitag vorgestellt, kündigt Mitautor Reinhard Kißro an. Der Ortrander Archivar im Ruhestand und Heimat­historiker beschreibt im Werk den Bau und die Ausstattung der Kirche. Und das nicht ohne Grund: „Vor genau 300 Jahren erhielt das Gotteshaus sein heutiges kreuzförmiges Aussehen“, erklärt Kißro. Darüber hinaus jährt sich die Inbetriebnahme der berühmten Silbermann-Orgel ebenfalls zum 300. Mal.

Den Hauptartikel, der dieses Instrument thematisiert, stammt aus der Feder von Prof. Frank-Harald Greß. Der Dresdner Orgelforscher gilt als einer der renommiertesten Gottfried-Silbermann-Forscher. Silbermann (1683 - 1753) wird von Wissenschaftlern als wichtigster Orgelbauer des Barocks in Mitteldeutschland angesehen. Darüber hinaus gewährt der Ortrander Heimathistoriker Dr. Dietrich Hanspach einen Überblick über die Region. Autor Christian Kunath hat ein Porträt über die Freifrau Johanna Eleonore von Brause als Großkmehlener Kirchenpatronin verfasst.

„Die Arbeiten am Buch haben sich über ein halbes Jahr erstreckt“, sagt der Großkmehlener Pfarrer Thomas Brilla. Er sei froh, dass das Buch pünktlich zum Doppeljubiläum vollendet wurde. Zur Präsentation werde der Dresdner Organist Jiri Kocourek die Silbermann-Orgel bespielen.

Im September, so kündigt Thomas Brilla an, sei eine Festwoche anlässlich des Doppeljubiläums geplant. „Dann gibt es neben dem Festgottesdienst auch Konzerte und Vorträge.“ Sowohl die Pfarrkirche St. Georg als auch ihre Silbermann-Orgel befänden sich in einem sehr guten Zustand. Während der 1990er-Jahre hatten umfangreiche Restaurationen stattgefunden. Zur Kmehlener Kirche gehören die drei Dörfer Groß- und Kleinkmehlen sowie das sächsische Kraußnitz mit insgesamt rund 440 Gemeindegliedern.

Die öffentliche Präsentation der Festschrift findet am Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr in der St. Georgskirche in Großkmehlen statt.