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| 01:46 Uhr

Zukünftige Azubis beenden Probezeit

Sedlitz. Für die meisten der knapp 100 Lehrlinge in der Abteilung Ernährung/Hauswirtschaft am Sedlitzer Standort des Oberstufenzentrums Lausitz ist im November die viermonatige Probezeit zu Ende gegangen. In dieser Zeit waren sie je eine Woche an der Berufsschule und lernten Lehrer, Mitschüler und die Einrichtung kennen. R. Strahl

Die ein bis viermonatige Probezeit dient laut Berufsbildungsgesetz dazu, dass sich Arbeitgeber und Auszubildende kennenlernen und prüfen, ob der Lehrling für diese Ausbildung geeignet ist und auch die Vorstellungen des Lernenden mit diesem Beruf übereinstimmen. Denn nicht alles könne im Bewerbungsverfahren geklärt werden. Es zeige sich häufig erst in der Praxis, ob der junge Mensch, der sich im Gespräch gut verkaufen konnte, das auch im Alltag beherrscht. Andererseits ist die Probezeit auch für die angehenden Köche, Restaurantfachleute und Fachkräfte im Gastgewerbe eine Möglichkeit Betrieb und Strukturen genauer kennen zu lernen und sich zu entscheiden, ob er oder sie diesen Beruf erlernen will.Optimistisch schaut der 17-jährige Marco Andreas in seine berufliche Zukunft. Der Klettwitzer, der an der Dr. Otto-Rindt-Oberschule im Sommer seinen 10.-Klasse-Abschluss mit der erweiterten Berufsbildungsreife gemacht hat, sah im Bäcker- oder Kochhandwerk seinen Traumberuf. Er hat eine Lehrstelle im Tiroler Stadl in Senftenberg. " Mir gefällt meine Ausbildungsstelle und auch die Sedlitzer Berufsschule mit ihrem neuen Inventar", sagt er. Ähnlich sehen es auch die beiden Kochlehrlinge im Schloss Lübbenau, Chris Leuschner aus Calau und Patrick Bindernagel aus Lübben. "Es ist der richtige Beruf für uns", sagen die beiden. Dass die Auszubildenden mittlerweile von Jahr zu Jahr weniger werden, spüren auch die dortigen Fachlehrer. Kerstin Birnbau, Leiterin der Abteilung Ernährung/Hauswirtschaft, findet es darüber hinaus schade, dass die Berufsausbildung in der Gastronomiebranche in der entstehenden Tourismusregion "Seenland" so rückläufig ist. R. Strahl