Johanna Wanka die „Zelter-Plakette“ überreicht. Vereinsvorsitzender Kurt Ressel und Chorleiter Rudi Zurek nahmen die Auszeichnung stellvertretend für ihre Chormitglieder in Empfang.
Im Jahre 1956 wurde diese Plakette als Auszeichnung für Chorvereinigungen, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedgutes erworben haben, von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet. Der früheste Anlass der Auszeichnung ist mindestens das 100-jährige Bestehen einer Singgemeinschaft, die zudem ein aktives Chorleben nachweisen muss.
Der Arnsdorfer Chor wurde 1883 durch den jungen Lehrer Wilhelm Reimann gegründet, der ihn bis 1920 leitete. Mitte der 20er-Jahre zählte der Chor über 70 Mitglieder. Diese Anzahl wird heute nicht mehr erreicht.
Das 50-jährige Bestehen des Arnsdorfer Chores wurde seinerzeit mit einer Bannerweihe verbunden. Auf dieses Banner sind die Sänger besonders stolz, da es in seinem Originalzustand erhalten geblieben ist.
Schwere Zeiten brachen in den 60er-Jahren an, als immer weniger Sänger aktiv tätig waren und zeitweise ein Gemischter Chor bestand. Doch 1978 hatte sich der Chor mit 16 aktiven Sängern wieder so gefestigt, dass beim Kreisausscheid das Prädikat „Mittelstufe - sehr gut“ erreicht wurde.
In den vergangenen Jahren hat sich der Chor stabilisiert. Die sehr gute Probendisziplin wirkt sich auf die Qualität der dargebotenen Lieder bei öffentlichen Veranstaltungen aus.
Die 120-jährige Chorgeschichte kann nur angerissen werden. Wichtig ist, dass es immer wieder Enthusiasten gegeben hat, die sich für das Fortbestehen des Chores eingesetzt und aus ihm das gemacht haben, was seinen Gründer Wilhelm Reimann einst vorschwebte. Die Arnsdorfer Sänger sind deshalb allen dankbar, die einen Teil ihres Lebens für den Chor geopfert haben.