ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:32 Uhr

Zeit der langen Umwege für Kostebrauer ist vorbei

Viele Akteure bei der gemeinsamen Freigabe der Landesstraße zwischen Lauchhammer und Kostebrau: LMBV-Sanierungsbereichsleiter Manfred Kolba (Mitte), OSL-Landrat Siegurd Heinze, die Bürgermeister Roland Pohlenz (Lauchhammer) und Klaus Prietzel (Schipkau) sowie Bert Lampe vom Landesbetrieb Straßenwesen und der Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben (CDU).
Viele Akteure bei der gemeinsamen Freigabe der Landesstraße zwischen Lauchhammer und Kostebrau: LMBV-Sanierungsbereichsleiter Manfred Kolba (Mitte), OSL-Landrat Siegurd Heinze, die Bürgermeister Roland Pohlenz (Lauchhammer) und Klaus Prietzel (Schipkau) sowie Bert Lampe vom Landesbetrieb Straßenwesen und der Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben (CDU). FOTO: Martin Konzag
Kostebrau. Nach elfmonatiger Vollsperrung ist die Landesstraße 60 zwischen Lauchhammer und Kostebrau seit Freitagmittag wieder frei befahrbar. Mit einem symbolischen Scherenschnitt ist die 2,8 Kilometer lange Straßenverbindung wieder freigegeben worden. ab/mk

Zwölf von 16 Kilometern der zwischen Schipkau und Lichterfeld auf Kippengebiet befindlichen Straße sind nun für die Zukunft flottgemacht.

Die knapp einjährige Sperrung der Landesstraße war notwendig, weil deren Untergrund immer instabiler wurde. Tiefe Längsrinnen und wellige Abschnitte erschwerten das Fahren, so dass zuletzt sogar ein Tempolimit notwendig war. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) trug daraufhin die in den 1930er-Jahren entstandene Fahrbahn ab und verdichtete den geschütteten Kippenuntergrund. Zudem war eine örtliche Umverlegung von Versorgungsleitungen notwendig. Der aufgefundene teerhaltige Altasphalt sorgte dabei anfangs für wochenlangen Baustillstand. Die neue Fahrbahn ruht jetzt auf einem 70 Zentimeter starken Kiespolster.

"Mit der Freigabe der Straße kehrt nun ein Stück Normalität für die Anrainer zurück", erklärt LMBV-Sanierungsbereichsleiter Manfred Kolba. Froh, dass der öffentliche Personennahverkehr wieder auf kurzem Wege rollen kann, zeigt sich Lauchhammers Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos): "Die Zeit der Ersatzfahrpläne und langen Umwege endet, denn die Hauptschlagader zwischen der Stadt und dem Ortsteil Kostebrau ist wieder frei." Lauchhammer hatte seinerseits zeitgleich für rund 20 000 Euro den Straßenanschluss nach Lauchhammer-Ost instandgesetzt. Zufrieden zeigte sich bereits vorab Kostebraus Ortsvorsteher Michael Thieme. "Die Versprechen wurden eingehalten. Dafür unseren Respekt."

Die neue Straße hat nun einen etwas anderen Verlauf. Zukünftig folgt die Vorfahrtsregelung dem Verlauf der Landesstraße zwischen Lichterfeld und Schipkau. Die bisherigen Anschlüsse nach Lauchhammer-Ost und Kostebrau sind nun Nebenstraßen, die mit komfortablen Abbiegestreifen ausgebaut sind. Völlig neu entstand auch der Radweg.

Die überraschend brüchige alte Trinkwasserleitung wurde ersetzt. Im gleichen Zuge wurde ein Glasfaserkabel verlegt, um in Kostebrau für schnelles Internet zu sorgen.