Während die Wunderbäume in den tropischen Gebieten, wo sie heimisch sind, bis zu zehn Meter in die Höhe wachsen können, werden der empfindlichen Pflanze in Mitteleuropa von den ungemütlichen Temperaturen im Winter sehr enge Wachstumsgrenzen gesetzt.

Der Grund: Gute Pflege
Mit seinen vier Metern ist der Rizinusbaum in Großräschen für hiesige Bedingungen etwas Außergewöhnliches. Was ihn so sprießen ließ: der warme Sommer, ein geschützter Standort und die gute Pflege von Frau Kanter.

Grundlage für Öl
In den Lausitzer Gärten ist Rizinus eine beliebte Pflanze, weil ihr Blütenstand und ihre Blätter sehr dekorativ sind. Aus den großen, gezackten, bräunlich-weißen Samenkörnern wird vor allem in Brasilien und Indien ein sehr wichtiges technisches Öl gewonnen, das unter anderem in der Leder-, Textil- und Farbenindustrie eingesetzt wird. Als Abführmittel ist es auch bekannt. Insbesondere die Samen enthalten giftige Eiweißverbindungen und dürfen nicht gegessen werden.
Der einsetzende Frost wird, ebenso wie alle anderen, auch das Prachtexemplar in Großräschen zerstören. Aber im nächsten Jahr wird er in vielen Gärten wieder zu bewundern sein: In den vergangenen Jahren ist der Wunderbaum zu einer beliebten Zierde geworden.