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| 16:16 Uhr

Wohnungsgesellschaft zieht Bilanz
Großvermieter setzt weiter auf die sanierte „Platte“

 Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Senftenberg (KWG) investiert umfangreich in ihren Bestand an altersgerechten Wohnungen in Senftenberg (hier Steigerstraße 4).
Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Senftenberg (KWG) investiert umfangreich in ihren Bestand an altersgerechten Wohnungen in Senftenberg (hier Steigerstraße 4). FOTO: Ralf Weide/KWG
Senftenberg. Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Senftenberg (KWG) hat im Vorjahr 13,5 Millionen Euro investiert.

Für die Instandhaltung und Modernisierung von Wohnungen sowie den Stadtumbau hat die Kommunale Wohnungsgesellschaft (KWG) Senftenberg als der größte Vermieter der Region im vergangenen Jahr 13,5 Millionen Euro aufgebracht. Darüber informiert Unternehmenssprecher Ralf Weide. Seit 2000 wurden demnach fast 200 Millionen Euro investiert. „Der Schwerpunkt der Modernisierungs- und Sanierungstätigkeit lag in der bedarfsgerechten Sanierung der Mietwohnungsbestände und Schaffung von individuellen Wohnungsangeboten“, so Weide. Strategisch setze die KWG weiter auf die Vermietung der vorhandenen Gebäude und auf die sanierte „Platte“ in guten Lagen. Unter anderem diese Bilanz habe kürzlich der Aufsichtsrat gezogen.

Die KWG überzeuge mit einer „nachhaltig positiven wirtschaftlichen Entwicklung“. Trotz des schwachen Mietermarktes sei das Unternehmen 2018 erfolgreich gewesen. „Als agiler Großinvestor beeinflusst die KWG die wirtschaftliche Situation in der Region maßgeblich positiv mit und ermöglicht ein sozialverträgliches Wohnen an ihren Standorten“, so Ralf Weide.

Dennoch stehe die KWG weiterhin vor großen Aufgaben und Herausforderungen. So werden die Mieterzahlen in Senftenberg, Großräschen, Schwarzheide, Schipkau, Ortrand und Umgebung voraussichtlich nicht steigen. „Das schlägt sich natürlich auch auf die Mieteinnahmen der KWG nieder“, so Weide. Bei den noch verbliebenen rund 7500 Wohnungen und Gewerbeeinheiten sei der Rückgang der Nachfrage von ehemals 12 000 deutlich. „Etwa zwölf Prozent Leerstand aktuell beeinträchtigen das Wirtschaften erheblich, trotz laufendem Abriss und Rückbau“, erläutert der Unternehmenssprecher. Es stehen also genügend freie Wohnungen zur sofortigen Vermietung zur Verfügung.

Der Anteil an altersgerechten und altersfreundlichen Wohnungen liege derzeit bei knapp 15 Prozent. Das sind zwei Prozent mehr als der vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) veröffentlichte Durchschnittswert für Brandenburg. Ziel ist es, so Weide, den Anteil bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent zu steigern. Die KWG ist dabei auf einem guten Weg: Waren im Jahr 2000 von 11 759 Wohnungen 789 besonders für Ältere und Behinderte geeignet, sind es am 31. Dezember 2018 von den verbliebenen 7370 Wohnungen 1101 gewesen. Zusätzlich liegen 1515 Wohnungen im Erdgeschoss und sind damit im erweiterten Sinn altersfreundlich, so Weide.

Wie von den Mietern gewünscht, sei es der KWG gelungen, Wohnungen an gefragten Standorten zu sanieren und zu vermieten. Teilweise wurden Grundrisse verändert, größtenteils die Fenster und Wohnungstüren gewechselt sowie die Fassaden und Treppenhäuser gestrichen. „Umfangreiche Arbeiten“ seien bei der gesetzlich vorgeschriebenen Wärmedämmung ausgeführt worden. „Die Kosten für die Sanierungen blieben dabei auf einem vernünftigen Maß, um die Mieten stabil zu halten“, schildert Ralf Weide, der einen Vergleichswert parat hat: Während die durchschnittliche Nettokaltmiete für vermietete Bestände im Land Brandenburg im Dezember 2017 bei 4,99 Euro pro Quadratmeter lag, beträgt sie bei der KWG „sozialverträgliche“ 4,73 Euro. „Damit sichert die KWG weiterhin bezahlbare Mieten unter dem Landesdurchschnitt an allen Standorten“, so Ralf Weide weiter.

 Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Senftenberg (KWG) investiert umfangreich in ihren Bestand an altersgerechten Wohnungen in Senftenberg (hier Steigerstraße 4).
Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Senftenberg (KWG) investiert umfangreich in ihren Bestand an altersgerechten Wohnungen in Senftenberg (hier Steigerstraße 4). FOTO: Ralf Weide/KWG
(jag)