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| 16:02 Uhr

Wohnhausbrand am Sonntagabend
Sedlitzer Familie mit Kleinkind (3) rettet sich rechtzeitig vor Flammen

Kriminaltechniker haben am Montagvormittag Spuren in dem Wohnhaus in Sedlitz gesichert.
Kriminaltechniker haben am Montagvormittag Spuren in dem Wohnhaus in Sedlitz gesichert. FOTO: LR / Jan Augustin
Senftenberg. Der Wohnhausbrand am Sonntagabend hält die Feuerwehr in diesem Jahr weiter in Atem. Von Jan Augustin

Die Schreckensmeldungen von brennenden Wohnhäusern in der Region reißen einfach nicht ab. Am Sonntagabend stand ein Wohngebäude eines Dreiseitenhofes in der Sedlitzer Schulstraße in Flammen. Die Hausbewohner – eine junge Familie – konnten sich noch rechtzeitig retten. Mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung musste aber eine 32-jährige Frau ins Krankenhaus gebracht werden. „Die weiteren Bewohner im Alter von drei, sechs, 21 und 35 Jahren blieben unverletzt“, bestätigt Polizeisprecher Torsten Wendt am Montag. Die Bewohner haben gegenüber der Feuerwehr erklärt, dass sie keine Hilfe seitens der Stadt benötigen. „Sie kommen vorübergehend bei Bekannten unter“, informiert Stadtsprecher Andreas Groebe.

Das Haus ist infolge des Feuers nicht mehr bewohnbar. Ein Zimmer ist komplett ausgebrannt. „Für angrenzende Häuser bestand keine Gefahr“, sagt Polizeisprecher Torsten Wendt. Die Ursache des Brandausbruchs sei noch nicht bekannt. Am Montag sicherten Kriminaltechniker Spuren vor Ort. „Die Ermittlungen dauern an“, so Wendt.

Der Brand in einem Einfamilienhaus in Sedlitz am Sonntagabend ist glimpflich ausgegangen. Die Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen.
Der Brand in einem Einfamilienhaus in Sedlitz am Sonntagabend ist glimpflich ausgegangen. Die Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE

Das Feuer brach vermutlich in einem Abstellraum aus, teilt Stadtbrandmeister Frank Albin mit. Gegen 20.20 Uhr sind Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst informiert worden. Im Einsatz waren sieben Feuerwehrfahrzeuge mit knapp 30 Kameraden aus Senftenberg, Sedlitz und Großkoschen. „Der eigentliche Brand war schnell gelöscht“, erklärt Frank Albin. Doch das Feuer habe sich versteckt ins Obergeschoss ausgebreitet, was den Einsatz erschwerte und in die Länge zog. „Gerade in alten Gebäuden ist das problematisch“, schätzt Albin ein. Um Mitternacht war dann aber die letzte Gefahr gebannt.

Der Wohnhausbrand in Sedlitz reiht sich in ein für die Feuerwehr atemloses Jahr 2018 ein. Neben den beiden Großbränden im Senftenberger Reifenlager im Sommer sorgten auch etliche Häuserbrände für Schlagzeilen. Zuletzt zerstörte ein Feuer ein Ortsbild prägendes und geschichtsträchtiges Gebäude in Drochow. Im Oktober brannte ein Wohnhaus in Schipkau. Eine 89-jährige Bewohnerin, die dabei schwer verletzt wurde, erlag später ihren Verletzungen. Ungewöhnlich waren auch die Brände in zwei Senftenberger Hotels. Anfang des Jahres zerstörte ein Feuer ein Saunahaus im Seeschlößchen. Und im Oktober brachte ein Brandstifter die Gäste im Strandhotel in Lebensgefahr. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, doch die Gäste mussten in einer anderen Herberge übernachten.

Die hauptamtlichen und freiwilligen Feuerwehren in Senftenberg sind in diesem Jahr schon etwa 850 Einsätze gefahren. Etwa ein Drittel davon wegen Bränden. Der Rest sind Hilfeleistungen, etwa bei Verkehrsunfällen.